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Das Ende aller Dinge.
Erfahrung; welches Ende aber in der moralischen Ordnung derZwecke zugleich den Anfang einer Fortdauer eben dieser als über-sinnlicher, folglich nicht unter Zeitbedingungen stehender Wesen ist,die also, und deren Zustand keiner anderen, als moralischer Bestim-mung ihrer Beschaffenheit fähig sein wird.
Tage sind gleichsam Kinder der Zeir, weil der folgende Tag,mit dem, was er enthält, das Erzeugniß des vorigen ist. Wie nundas letzte Kind seiner Eltern jüngstes Kind-genannt wird; so hatunsere Sprache beliebt, den letzten Tag, (den Zeitpunkt, der alle Zeitbeschließt,) den jüngsten Tag zu nennen. Der jüngste Tag ge-hört also annoch zur Zeit; denn es geschieht an ihm noch irgendetwas (nicht zur Ewigkeit, wo nichts mehr geschieht, weil das Zeit-fortsetzung sein würde, Gehöriges,) nämlich Ablegung der Rechnungder Menschen von ihrem Verhalten in ihrer ganzen Lebenszeit. Erist ein Gerichtstag; das Begnadigungs - oder Verdammungs-Urtheil des Weltrichters ist also das eigentliche Ende aller Dingein der Zeit, und zugleich der Anfang der (seligen oder unseligen)Ewigkeit, in welcher das Jedem zugefallene Loos so bleibt, wie csin dem Augenblick des Ausspruchs (der Sentenz) ihm zu Theilward. Also enthält der jüngste Tag auch das jüngste Gerichtzugleich in sich. — Wenn nun zu den letzten Dingen noch dasEnde des Welt, sowie sie in ihrer jetzigen Gestalt erscheint, nämlichdas Abfallen der Sterne vom Himmel als einem Gewölbe, der Ein-sturz dieses Himmels selbst (oder das Entweichen desselben als eineseingewickelten Buchs,) das Verbrennen beider, die Schöpfung einesneuen Himmels und einer neuen Erde zum Sitz der Seligen, undder Hölle zu dem der Verdammten, gezählt werden sollten; so würdejener Gerichtstag freilich nicht der jüngste Tag sein, sondern es wür-den noch verschiedene andere auf ihn folgen. Allein da die Ideeeines Endes aller Dinge ihren Ursprung nicht von dem Vernünftelnüber den physischen, sondern über den moralischen Lauf der Dingein der Welt hernimmt, und dadurch allein veranlaßt wird; der letz-tere auch allein auf das Uebersinnliche, (welches nur am Moralischenverständlich ist,) dergleichen die Idee der Ewigkeit ist, bezogen wer-
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