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6 (1839) Immanuel Kant's Schriften zur Philosophie der Religion
Entstehung
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251
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Von dem Kampf des guten Princi'ps mit dem bösen. Mg. Mm. 25!

Menschenpflichtcn, als göttlicher Gebote zu setzen ist,) gegründet wer-den soll, so müssen alle Wunder, die die Geschichte mit ihrer Ein-führung verknüpft, den Glauben an Wunder überhaupt endlich selbstentbehrlich machen; denn es verräth einen sträflichen Grad morali-schen Unglaubens, wenn man den Vorschriften der Pflicht, wie sieursprünglich ins Herz des Menschen durch die Vernunft geschriebensind, anders nicht hinreichende Autorität zugestehen will, als wennsie noch dazu durch Wunder beglaubigt werden:wenn ihr nichtZeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht." Nun ist es dochder gemeinen Denkungsart der Menschen ganz angemessen, daß,wenn eine Religion des blosen Cultus und der Observanzen ihrEnde erreicht, und dafür eine im Geist und in der Wahrheit (dermoralischen Gesinnung) gegründete eingeführt werden soll, die In-troduktion der letzteren, ob sie es zwar nicht bedarf, in der Ge-schichte noch mit Wundern begleitet und gleichsam ausgeschmücktwerde, um die Endschaft der ersteren, die ohne Wunder gar keineAutorität gehabt haben würde, anzukündigen; ja auch wohl so, daß,um die Anhänger der ersteren für die neue Revolution zu gewinnen,sie als jetzt in Erfüllung gegangenes älteres Vorbid dessen, was inder letzteren der Endzweck der Vorsehung war, ausgelegt wird, undunter solchen Umständen kann es nichts fruchten, jene Erzählungenoder Ausdeutungen jetzt zu bestreiten, wenn die wahre Religion ein-mal da ist, und sich nun und fernerhin durch Vernunftgründe selbsterhalten kann, die zu ihrer Zeit durch solche Hülfsmittel introducirtzu werden bedurfte; man müßte denn annehmen wollen, daß dasblose Glauben und Nachsagen unbegreiflicher Dinge, (was ein Jederkann, ohne darum ein besserer Mensch zu sein, oder jemals dadurchzu werden,) eine Art und gar die einzige sein, Gott wohlzugefallen;als wider welches Vorgeben mit aller Macht gestritten werden muß.Es mag also sein, daß die Person des Lehrers der alleinigen füralle Welten gültigen Religion ein Geheimniß, daß seine Erscheinungauf Erden, so wie seine Entrückung von derselben, daß sein thaten-vclles Leben und Leiden lauter Wunder, ja gar, daß die Geschichte,welche die Erzählung aller jener Wunder beglaubigen soll, selbst