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Borrede zur ersten Auflage. i«z
bestimmten Gegenstand, (den sie hat oder haben sollte,) zur vor-habendcn Handlung hinzudenkt, zwar wie sie, aber nicht wohinsie zu wirken habe, angewiesen, sich selbst nicht Gnüge thun kann.So bedarf es zwar für die Moral zum Rechthandeln keines Zwecks,sondern das Gesetz, welches die formale Bedingung des Gebrauchsder Freiheit überhaupt enthalt, ist ihr genug. Aber aus der Moralgeht doch ein Zweck hervor; denn es kann der Vernunft doch unmöglichgleichgültig sein, wie die Beantwortung der Frage ausfallen möge:was dann aus diesem unserem Rechthandeln heraus-komme, und worauf wir, gesetzt auch, wir hätten dieses nichtvöllig in unserer Gewalt, doch als auf einen Zweck unser Thunund Lassen richten könnten, um damit wenigstens zusammenzustim-men. So ist es zwar nur eine Idee von einem Objecte, welchesdie formale Bedingung aller Zwecke, wie wir sie haben sollen, (diePflicht,) und zugleich alles damit zusammenstimmende Bedingte allerderjenigen Zwecke, die wir haben, (die jener ihrer Beobachtung an-gemessene Glückseligkeit,) zusammen vereinigt in sich enthält, das ist,die Idee eines höchsten Guts in der Welt, zu dessen Möglichkeitwir ein höheres, moralisches, heiligstes und allvermögendes Wesenannehmen müssen, das allein beide Elemente desselben vereinigenkann; aber diese Idee ist (praktisch betrachtet) doch nicht leer; weilsie unserem natürlichen Bedürfnisse, zu allem unserem Thun undLassen im Ganzen genommen irgend einen Endzweck, der von derVernunft gerechtfertigt werden kann, zu denken, abhilst, welche-sonst ein Hinderniß der moralischen Entschließung sein würde. Aber,was hier das Vornehmste ist, diese Idee geht aus der Moral her-vor, und ist nicht die Grundlage derselben, ein Zweck, welchen sichzu machen, schon sittliche Grundsätze voraussctzt. Es kann alsoder Moral nicht gleichgültig sein, ob sie sich den Begriff von einemEndzweck aller Dinge, (wozu zusammenzustimmen, zwar die Zahlihrer Pflichten nicht vermehrt, aber doch ihnen einen besonderen Be,ziehungspunct der Vereinigung aller Zwecke verschafft,) mache odernicht; weil dadurch allein der Verbindung der Zweckmäßigkeit ausFreiheit mit Zweckmäßigkeit der Natur deren wir gar nicht ent-
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