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6 (1839) Immanuel Kant's Schriften zur Philosophie der Religion
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134 Bemerkungen zu Jakob's Prüfung

auch Raum in ihm (d. i. es selbst ausgedehnt) ist, keine andereWirkung, als Bewegung, (Veränderung des Orts, mithin bloserVerhältnisse,) folglich keine andere Kraft oder leidende Eigenschaft,als bewegende Kraft und Beweglichkeit (Veränderung äußerer Ver,hältnisse) zu erkennen gibt; so mag mir Mendelssohn, oder jederAndere an seiner Stelle doch sagen, ob ich glauben könne, ein Dingnach dem, was eS ist, zu erkennen, wenn ich weiter nichts vonihm weiß, als daß es etwas sei, das in äußeren Verhältnissen ist,in welchem selbst äußere Verhältnisse sind, daß jene an ihm, unddurch dasselbe an anderen verändert werden können, so daß der Grunddazu (bewegende Kraft) in denselben liegt; mit einem Worte, ob,da ich nichts, als Beziehungen von Etwas kenne, auf etwas Anderes,davon ich gleichfalls nur äußere Beziehungen wissen kann, ohne daßmir irgend etwas Inneres gegeben ist oder gegeben werden kann,ob ich da sagen könne: ich habe einen Begriff vom Dinge an sich,und ob nicht die Frage ganz rechtmäßig sei: was denn das Ding,das in allen diesen Verhältnissen das Subject ist, an sich selbst sei?Eben dieses läßt sich auch gar wohl an dem Erfahrungsbegriff unse-rer Seele darthun, daß er blose Erscheinungen des inneren Sinnesenthalte und noch nicht den bestimmten Begriff des Subjectes selbst;allein cs würde mich hier in zu große Weitläufligkeit führen.

Freilich, wenn wir Wirkungen eines Dinges kennten, die inder That Eigenschaften eines Dinges an sich selbst sein können, sodürfen wir nicht ferner fragen, was das Ding noch außer diesenEigenschaften an sich sei; denn es ist alsdann gerade das, was durchjene Eigenschaften gegeben ist. Nun wird man fordern, ich solledoch dergleichen Eigenschaften und wirkende Kräfte angeben, damitman sie und durch sie Dinge an sich von blosen Erscheinungen unter-scheiden könne. Ich antworte: dieses ist schon längst und zwar voneuch selbst geschehen.

Besinnt euch nur, wie ihr den Begriff von Gott, als höchsterIntelligenz, zu Stande bringt. Ihr denkt euch in ihm lauterwahre Realität, d. i. etwas, das nicht blos, (wie man gemeinig-lich dafür hält,) den Negationen entgegengesetzt wird, sondern auch

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