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der Mendelssohn'sche» Morgenstunden.
und vornehmlich den Realitäten in der Erscheinung (reslitaskkaenomonon), dergleichen alle sind, die uns durch Sinne gegebenwerden müssen, und eben darum realitss »ppsrens, (wiewohl nichtmit einem ganz schicklichen Ausdrucke) genannt werden. Nun ver-mindert alle diese Realitäten (Verstand, Wille, Ewigkeit, Macht rc.)dem Grade nach, so bleiben sie doch der Art (Qualität) nach immerdieselben, so habt ihr Eigenschaften der Dinge'an sich selbst, die ihrauch auf andere Dinge außer Gott anwenden könnt. Keine anderenkönnt ihr euch denken, und alles klebrige ist nur Realität in derErscheinung (Eigenschaft eines Dinges als Gegenstandes der Sinne),wodurch ihr niemals ein Ding denkt, wie es an sich selbst ist. Esscheint zwar befremdlich, daß wir unsere Begriffe von Dingen ansich selbst nur dadurch gehörig bestimmen können, daß wir alleRealität zuerst auf den Begriff von Gott reduciren, und so, wie erdarin Statt findet, allererst auch auf andere Dinge als Dinge an sichanwenden sollen. Allein jenes ist lediglich daS Scheidungsmittel allesSinnlichen und der Erscheinung von dem, was durch den Verstand,als zu Sachen an sich selbst gehörig, betrachtet werden kann. —Also kann nach allen Kenntnissen, die wir immer nur durch Erfah-rung von Sachen haben mögen, die Frage: was denn ihre Objecteals Dinge an sich selbst sein mögen? ganz und gar nicht für sinn-leer gehalten werden.
Die Sachen der Metaphysik stehen jetzt auf einem solchen Fuße,die Acten zur Entscheidung ihrer Streitigkeiten liegen beinahe schonzum Spruche fertig, so daß es nur noch ein wenig Geduld undUnparteilichkeit im Urtheile bedarf, um es vielleicht zu erleben, daßsie endlich einmal ins Reine werden gebracht werden.
Königsberg, den 4. August 1786.