28 Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes.
nenne ich das Formale der Undenklichkeit oder Unmöglichkeit; dasMateriale, was hiebei gegeben ist und welches in solchem Streitesteht, ist an sich selber Etwas, und kann gedacht werden. EinTriangel, der viereckigt wäre, ist schlechterdings unmöglich. Indessenist gleichwohl ein Triangel, imgleichen etwas Viereckigtes an sichselber Etwas. Diese Unmöglichkeit beruht lediglich aus logischenBeziehungen von einem Denklichen zum Anderen, da Eins nurnicht ein Merkmal des Anderen sein kann- Ebenso muß in jederMöglichkeit das Etwas, was gedacht wird, und denn die Ueber-einstimmung desjenigen, was in ihm zugleich gedacht wird, mitdem Satze des Widerspruchs, unterschieden werden. Ein Triangel,der einen rechten Winkel hat, ist an sich selber möglich. Der
Triangel sowohl, als die rechten Winkel sind die vsta oder dasMateriale in diesem Möglichen, die Uebereinstimmung aber des einenmit dem anderen nach dem Satze des Widerspruchs sind das For-male der Möglichkeit. Ich werde diese letztere auch das Logischein der Möglichkeit nennen, weil die Vergleichung der Pradicatemit ihren Subjekten nach der Regel der Wahrheit nichts Anderes,als eine logische Beziehung ist; das Etwas, oder was in dieserUebereinstimmung steht, wird bisweilen das Reale der Möglichkeitheißen. Uebrigens bemerke ich, daß hier jederzeit von keiner anderenMöglichkeit oder Unmöglichkeit, als der inneren oder schlechterdingsund absolute so genannten die Rede sein wird.
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Die innere Möglichkeit aller Dinge seht irgend einDasein voraus.
Es ist aus dem anjetzt Angeführten deutlich zu ersehen, daßdie Möglichkeit wegfalle, nicht allein, wenn ein innerer Widerspruchals das Logische der Unmöglichkeit anzutreffen, sondern auch, wennkein Materiale, kein Datum zu denken, da ist. Denn alsdennist nichts Denkliches gegeben, alles Mögliche aber ist etwas, wasgedacht werden kann, und dem die logische Beziehung, gemäß demSatze des Widerspruchs, zukommt.