über den Optimismus. !>
tcten Art von Freiheit, die Einige auf die Bahn gebracht haben,wählen und unter viel Besserem das Schlechtere vorziehen, durchich weiß nickt was für ein unbedingtes Belieben, so würde es dochdieses nimmer gcthan haben. Man mag sich so etwas von irgendeiner Untergottheit der Fabel träumen lassen, aber dem Gott derGötter geziemt kein Werk, als welches seiner würdig ist, d. i. wel-ches unter allen möglichen das Beste ist. Vielleicht ist die größereUebereinstimmung mit den göttlichen Eigenschaften der Grund desRathschlusses, der dieser Welt, ohne ihren besonderen inneren Vor-zug in Betrachtung zu ziehen, das Dasein gab. Wohlan, auchdann ist noch gewiß, daß sie vollkommener sei, als alle anderenmöglichen. Denn weil aus der Wirkung zu sehen ist, daß alleanderen in geringerer Uebereinstimmung mit den Eigenschaftendes Willens Gottes gewesen, in Gott aber Alles Realitätist, mit dieser aber nichts in größerer Harmonie ist, als worinselbst eine größere Realität anzutreffen; so muß die größeste Rea-lität, die einer Welt zukommen kann, in keiner, als in der gegen-wärtigen befindlich sein. Es ist ferner dieses vielleicht ein Zwangdes Willens und eine Nothwendigkeit, welche die Freiheit aufhebt,nicht umhin zu können, dasjenige zu wählen, was man deutlichund richtig fürs Beste erkennt. Gewiß, wenn das Gegentheil hie-von Freiheit ist, wenn hier zwei Scheidewege in einem Labyrinthvon Schwierigkeiten sind, wo ich auf die Gefahr zu irren mich zueinem enschließen soll, so besinne ich mich nicht lange. Dank füreine solche Freiheit, die das Beste unter dem, was zu schaffenmöglich war, ins ewige Nichts verbannt, um trotz allem Aussprucheder Weisheit dem Uebel zu gebieten, daß es Etwas sei. Wennich durchaus unter Jrrthümern wählen soll, so lobe ich mir lieberjene gütige Nothwendigkeit, wobei man sich so wohl befindet, undworaus nichts Anderes, als das Beste entspringen kann. Ich bindemnach, und vielleicht ein Theil meiner Leser mit mir überzeugt,ich bin zugleich erfreut, mich als einen Bürger in einer Welt zusehen, die nicht besser möglich war. Von dem besten unter allenWesen zu dem vollkommensten unter allen möglichen Entwürfen als