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Aum ewigen Frieden. 2. Abschn.
2. 8i keeisti, nexs. Was du selbst verbrochen hast, z. ZZ.um dein Volk'zur Verzweiflung und so zum Aufruhr zu bringen,vas leugne ab, daß es deine Schuld sei; sondern behaupte, daß esdie der Widerspenstigkeit der Unterthanen, oder auch, bei deinerBemächtigung eines benachbarten Volks, die Schuld der Natur desMenschen sei, der, wenn er dem Anderen nicht mit Gewalt zuvor-kommt, sicher darauf rechnen kann, daß dieser ihm zuvorkommenund sich seiner bemächtigen werde.
3. viviäe vt iinxers. Das ist: sind gewisse privilegirte Häup-ter in deinem Volk, welche dich blos zu ihrem Oberhaupte (xrimusluter pures) gewählt haben, so veruneinige jene unter einander,und entzweie sie mit dem Volk; «stehe nun dem Letzteren unter Vor-spiegelung größerer Freiheit bei, so wird Alles von deinem unbe-dingten Willen abhängen. Oder sind es äußere Staaten, so istErregung der Mißhelligkeit unter ihnen ein ziemlich sicheres Mittel,unter dem Schein des Beistandes'des Schwächeren einen nach, demanderen dir zu unterwerfen.
Durch diese politischen Maximen wird nun zwar Niemand hin-tergangen;/denn sind insgesammt schon allgemein bekannt; auch istes mit ihnen nicht der Fall sich zu schämen, als ob die Ungerech-tigkeit gar zu offenbar in die Augen leuchtete. Denn weil sich großeMächte nie vor dem Urtheil des gemeinen Haufens, sondern nureine vor der anderen schämen, was aber jene Grundsätze betrifft,nicht das Offmbarwerden, sondern nur das Mißlingen derselbensie beschämt machen kann, (denn in Ansehung der Moralität derMaximen kommen sie alle untereinander überein;) so bleibt ihnenimmer diepolitische Ehre übrig, auf die sie sicher rechnen können,nämlich die der Vergrößerung ihrer Macht, auf welchem Wegesie auch erworben sein mag*).
*) Wenngleich eine gewisse in der menschlichen Natur gewurzeltc Bösartig-keit von Menschen, die in einem Staat zusammen leben, noch bezweifeltund statt ihrer der Mangel einer, noch nicht weit genug fortgeschrittenen