Desinitivartikcl zum ewigen Frieden. Zusatz 1.
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Desinitivartikcl zum ewigen Frieden. Zusatz 1. 435
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Erster Zusatz.
Von der Garantie des ewigen Friedens.
Das, was diese Gewähr (Garantie) leistet, ist nichts Gerin-geres, als die große Künstlerin Natur (natura rlaeäala rerum),aus deren mechanischem Laufe sichtbarlich Zweckmäßigkeit hervor-leuchtet, durch die Zwietracht der Menschen Eintracht selbst widerihren Willen cmporkommen zu lassen, und darum, gleich als Nö'thigung einer ihren Wirkungsgesetzen nach uns unbekannten UrsacheSchicksal, bei Erwägung aber ihrer Zweckmäßigkeit im Laufe derWelt, als tiefliegende Weisheit einer höheren, auf den objektivenEndzweck des menschlichen Geschlechts gerichteten und diesen Welt-lauf prädeterminirenden Ursache, Vorsehung*) genannt wird, die
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*) Im Mechanismus der Natur, wozu der Mensch (als Sinnenwcsen)mit gehört, zeigt sich eine ihrer Existenz schon zum Grunde liegendeForm, die wir uns nicht anders begreiflich machen können, als indem wirihr den Zweck eines sie vorher bestimmenden Welturhebers unterlegen, dessenVorhcrbestimmung wir die (göttliche) Vorsehung überhaupt, und, sofernsie in den Anfang der Welt gelegt wird, die gründende (proxlileatisronclitrix ; semel )ussit, Semper psreat, ^uxustin.), im Laufe der Na-tur aber, diesen nach allgemeinen Gesetzen der Zweckmäßigkeit zu erhalten, diewaltende Vorsehung (provillentia xubernstrix), ferner zu besonderen,aber von dem Menschen nicht vorherzusehenden, sondern nur aus dem Erfolgvcrmutheten Zwecken, die leitende (xrovillentia clirectrix), endlich sogarin Ansehung einzelner Begebenheiten, als göttlicher Zwecke, nicht mehr Vor-sehung, sondern Fügung (äirectio extisoräinsii») nennen, welche aber,(da sie in der That auf Wunder hinweist, obgleich die Begebenheiten nichtso genannt werden,) als solche erkennen zu wollen, thörichte Vermessenheitdes Menschen ist; weil aus einer einzelnen Begebenheit auf ein besonderes
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Princip der wirkenden Ursache, (daß diese Begebenheit Zweck, und nicht blvSnaturmechanische Nebenfolge aus einem anderen uns ganz unbekannten Zweckesei,) zu schließen ungereimt und voll Eigendünkel ist, so fromm und demü-thig auch die Sprache hierüber lauten mag. — Ebenso ist auch die Eintei-lung der Vorsehung (materiulitcr betrachtet), wie sie auf G e g e n ständein der Welt geht, in die allgemeine und besondere, falsch und sichselbst widersprechend, (daß sie z. B. zwar eine Vorsorge zur Erhaltung derGattungen der Geschöpfe sei, die Individuen aber dem Zufall überlasse;) dennsie wird eben in der Absicht allgemein genannt, damit kein einziges Ding alsdavon ausgenommen gedacht werde- — Vermutlich hat man hier die Ein-
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