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5 (1838) Immanuel Kant's Metaphysik der Sitten : in zwei Theilen, Rechtslehre, Tugendlehre, nebst den kleineren Abhandlungen zur Moral und Politik
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Zum ewigen Frieden. 2. Abschn.

Gästen gemacht hatten, haben daher weislich , jenes zwar den Zu-,gang, aber nicht den Eingang, dieses auch den ersteren nur einemeinzigen europäischen Volk, den Holländern erlaubt, die sie aberdoch dabei, wie Gefangene, von der Gemeinschaft mit den Einge-bornen ausschließen. Das Aergste hiebei (oder, aus dem Stand-puncte eines moralischen Richters betrachtet, das Beste) ist, daß siedieser Gewaltthätigkeit nicht einmal froh werden, daß alle dieseHandlungsgescllschaften auf dem Puncte des nahen Umsturzes stehen,daß die Zuckerinseln, dieser Sitz der allergrausamsten und ausgedach-testen Sklaverei keinen wahren Ertrag abwerfen, sondern nur mit-telbar, und zwar zu einer nicht sehr löblichen Absicht, nämlich zuBildung der Matrosen für Kriegesflotten, und also wieder zu Füh-rung der Kriege in Europa dienen, und dieses Mächten, die vonder Frömmigkeit viel Werks machen, und, indem sie Unrecht wieWasser trinken, sich in der Rechtgläubigkeit für Auserwählte ge-halten wissen wollen.

Da es nun mit der unter den Völkern der Erde einmal durch-gängig überhand genommenen (engeren oder weiteren) Gemeinschaftso weit gekommen ist, daß die Rechtsverletzung an einem Platzder Erde an allen gefühlt wird; so ist die Idee eines Weltbürger-rechts keine phantastische und überspannte Vorstellungsart des Rechts,sondern eine nothwcndige Ergänzung des ungeschriebenen Codex, so.wohl des Staats-, als Völkerrechts zum öffentlichen Menschenrechte über-haupt, und so zum ewigen Frieden, zu dem man sich in der continuirlichmAnnäherung zu befinden, nur unter dieser Bedingung schmeicheln darf.

kehrten, in Burchane d. i. anbetungswürdige Wesen verwandelten Seelenx. 223,) so wird jenes geheimnißvüllc Wort: lionx Oiugax, wohl dasheilige (knnx) selige (Om) und weise (?»x), durch die Welt überallverbreitete höchste Wesen (die personisicirte Natur) bedeuten sollen, und in dengriechischen Mysterien gebraucht, wohl den Monotheismus für dieEpopten, im Gegensatz mit dem Polytheismus des Volks angedcutethaben; obwohl P. Hvratius (a. a. O.) hierunter einen Atheismus wit-terte. Wie aber jenes geheimnißvolle Wort über Tibet zu den Griechengekommen, läßt sich auf obige Art erklären und umgekehrt dadurch auch dasfrühe Verkehr Europens mit China über Tibet, (vielleicht eher noch, als mitHindustan,) wahrscheinlich machen.