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Zum ewigen Frieden. 2. Abschn.
möglich macht, weil Alles da Herr sein will. — Man kann dahersagen: je kleiner das. Personale der Staalsgcwalt (die Zahl derHerrscher), je größer dagegen die Repräsentation derselben, destomehr stimmt die Staatsverfassung zur Möglichkeit des Republica-nismus, und sic kann hoffen, durch allmählige Reformen sich dazuendlich zu erheben. Aus diesem Grunde ist es in der Aristokratieschon schwerer, als in der Monarchie, in der Demokratie aber un-möglich, anders, als durch gewaltsame Revolution zu dieser einzigenvollkommen rechtlichen Verfassung zu gelangen. Es ist aber an derRcgierungsart* *) dem Volk ohne alle Vergleichung mehr gelegen, alsan der Staatsform, (wiewohl auch auf dieser ihre mehrere odermindere Angemessenheit zu jenem Zwecke sehr viel ankommt.) Zujener aber, wenn sie dem Rechtsbegriffe gemäß sein soll, gehört dasrepräsentative System, in welchem allein eine rcpublicanische Regie-rungsart möglich, ohne welches sie, (die Verfassung mag sein,welche sie wolle,) despotisch und gewaltthätig ist. — Keine deralten sogenannten Republiken hat dieses gekannt, und sie mußtensich darüber auch schlechterdings in dem Despotismus auflösen, derunter der Obergewalt eines Einzigen noch der erträglichste unterallen ist.
habe, was für einen Menschen zu groß ist, nämlich das Heiligste, was Gottauf Erden hat, das Recht der Menschen zu verwalten, und diesem Aug-apfel Gottes irgend worin zu nahe getreten zu sein, jederzeit in Besorgnisstehen muß.
*) Mallct du Pan rühmt in seiner genietönendcn, aber hohlen und sach-lecren Sprache: nach vicljahrigcr Erfahrung endlich zur Uebcrzeugung vonder Wahrheit des bekannten Spruchs des bekannten Pope gelangt zu sein:„laß über die beste Regierung Narren streiten; die bestgcführtc ist die beste."Wenn das so viel sagen soll: die am Besten geführte Regierung ist am Bestengeführt, so hat er, nach Swift's Ausdruck, eine Nuß aufgcbissen, die ihnmit einer Made belohnte; soll cS aber bedeuten, sie sei auch die beste Rcgic-rungsart d. i. Staatsverfasiung, so ist cs grundfalsch; denn Ercmpel vonguten Regierungen beweisen nichts für die Rcgierungsart. — Wer hat wohlbesser regiert, als ein Titus und Marcus Aurelius, und doch hintcrließder eine einen Domitian, der andere einen Com modus zu Nachfolgern;welches bei einer guten Staatsverfassung nicht hatte geschehen können, da ihreUntauglichkcit zu diesem Posten früh genug bekannt war, und die Machtdes Beherrschers auch hinreichend war, um sie auszuschlicssen.