41 «
Zum ewigen Frieden. I. Abschn.
Kosten der Friede endlich noch drückender wird, als ein kurzer Krieg,so sind sie selbst Ursache von Angriffskriegen, um diese Last loszu-werden; wozu kommt, daß zum Tödten oder getödtet zu werdenin Sold genommen zu sein, einen Gebrauch von Menschen alsblosen Maschinen und Werkzeugen in der Hand eines Anderen (desStaats) zu enthalten scheint, der sich nicht wohl mit dem Rechteder Menschheit in unserer eigenen Person vereinigen läßt ch). Ganzanders ist es mit der freiwilligen periodisch vorgenommen Uebungder Staatsbürger in Waffen bewandt, sich und ihr Vaterland da-durch gegen Angriffe von außen zu sichern. — Mit der Anhäufungeines Schatzes würde es eben so gehen, daß er, von anderen Staa-ten als Bedrohung mit Krieg angesehen, zu zuvorkommenden An-griffen nöthigte, (weil unter den drei Mächten, der Heeresmacht,der Bundesmacht und der Geldmacht, die letztere wohl daszuverlässigste Kriegswerkzeug sein dürfte; wenn nicht die Schwierig-keit, die Größe desselben zu erforschen, dem entgegenstände.)
4. „ Es sollen keine Staatsschulden in Beziehung auf äußere
Staatshändel gemacht werden."
Zum Behuf der Landesökonomie, (der Wegebesscrung, neuerAnsiedelungen, Anschaffung der Magazine für besorgliche Mißwachs-jahre u. s. w.,) außerhalb oder innerhalb dem Staate Hülfe zu su-chen, ist diese Hülfsquelle unverdächtig. Aber, als cntgegenwirkendeMaschine der Mächte gegen einander ist ein Creditsystem ins Unab-sehliche anwachsender und doch immer für die gegenwärtige For-derung, (weil sie doch nicht von allen Gläubigern auf einmal ge-schehen wird,) gesicherter Schulden, — die sinnreiche Erfindung eineshandeltreibenden Volks in diesem Jahrhundert, — eine gefährliche
ä) Die 1. Ausg. hat zu diese» Worten folgende Anmerkung: „*So ant-wortete ein bulgarischer Fürst dem griechischen Kaiser, der den Zwist mit ihmnicht durch Vergießung des Bluts seiner Unterthanen, sondern gutmüthigerWeise durch einen Zweikampf abmachen wollte: „ein Schmied, der Zange»hat, wird das glühende Eisen aus de» Kohlen nicht mit den Händen heraus-nehmen " —Der Grund, aus welchem sie in der 2. Ansg. fehlt, liegt offen-bar darin, daß sie im 2.Abschn. beim 2. Desinitivartikel noch einmal oorkonimt.