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Beschluß der Elemencarlehre.
Jndeß ist doch die blos moralische Freundschaft kein Ideal s),sondern der schwarze Schwan existirt wirklich hin und wieder mseiner Vollkommenheit; jene aber, mit den Zwecken anderer Men-schen sich, obzwar aus Liebe, belästigende (pragmatische) Freund-schaft kann weder die Lauterkeit, noch die verlangte Vollständig-keit haben, die zu einer genau bestimmenden Maxime erforderlichist, und ist ein Ideal des Wunsches, das im Vernunstbegriffe keineGrenzen kennt, in der Erfahrung aber doch immer sehr begrenztwerden muß.
Ein Menschenfreund überhaupt aber (d. i. ein Freund derganzen Gattung) ist der, welcher an dem Wohl aller Menschenästhetischen Antheil (der Mitsreude) nimmt, und es nie ohne in-neres Bedauern stören wird. Doch ist der Ausdruck eines Freun-des der Menschen noch von etwas engerer Bedeutung, als der desPhilanthropen, die Menschen blos liebenden Menschen, sch) Dennin jenem ist auch die Vorstellung und Beherzigung der Gleich-heit unter Menschen, mithin die Idee, dadurch selbst verpflichtetzu werden, indem man Andere durch Wohlthun verpflichtet, ent-halten; wobei man alle Menschen als Brüder unter einem allge-meinen Vater, der Aller Glückseligkeit will, sich vorstellt. — Denndas Verhältniß hes Beschützers, als Wohlthäters, zu dem Be-schützten, als'Dankpflichtigen, ist zwar ein Verhältniß der Wech-selliebe, aber nicht der Freundschaft; weil die schuldige AchtungBeider gegen einander nicht gleich ist. Die Pflicht, als Freundden Menschen wohlzuwollen (eine nothwendige Herablassung) unddie Beherzigung desselben, dient dazu, vor dem Stolz zu verwahren,der die Glücklichen anzuwandeln pflegt, welche das Vermögen wohl-zuthun besitzen.
ch) 1. Ausg.: „Diese (blos moralische Freundschaft) ist kein Idealchch) t. Ausg.: „als der des dloö Meuschenliedende» (Philantrop)"