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Amphibolie der moral. Reflexionsbegri'ffe. ß. 18. 279
wird, so haben wir hiebei nicht ein gegebenes Wesen vor uns,gegen welches uns Verpflichtung obläge; denn da müßte dessenWirklichkeit allererst durch Erfahrung bewiesen (oder geoffenbart)sein; sondern es ist Pflicht des Menschen gegen sich'selbst, diese un-umgänglich der Vernunft sich darbictende Idee auf das moralischeGesetz in uns, wo sie von der größten sittlichen Fruchtbarkeit ist,anzuwenden. In diesem (praktischen) Sinn kann es alsoso lauten: Religion zu haben ist Pflicht des Menschen gegen sich selbst.