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Hl. Art. Von der Kriecherei, tz. n.
nicht Herr zu sein, welches Verletzung der Pflicht gegen sich selbstist. Sie ist der Liberalität (liberslitss morslis) der Denkungs-art überhaupt, (nicht der Freigebigkeit (liber-rlitss snmtuoss), welchenur eine Anwendung derselben auf einen besonderen Fall ist,) d. i.dem Princip der Unabhängigkeit von allem Anderen, außer vondem Gesetz, entgegengesetzt, und Defraudation, die das Subject ansich selbst begeht. Aber was ist das für ein Gesetz, dessen innererGesetzgeber selbst nicht weiß, wo es anzuwenden ist? Soll ichmeinem Munde abbrechen, oder nur dem äußeren Aufwande? imAlter, oder schon in der Jugend? oder ist Sparsainkeit überhaupteine Tugend?
Dritter Artikel.
Von der Kriecherei.
§. 11 .
' Der Mensch im System der Natur (domo plmenomeiioii,Liiimsl rstionsle) ist ein Wesen von geringer Bedeutung, undhat mit den übrigen Thieren, als Erzeugnissen des Bodens, einengemeinen Werth (xretium vulxare). Selbst daß er vor diesenden Verstand voraus hat und sich selbst Zwecke setzen kann, dasgibt ihm doch nur einen äußeren Werth seiner Brauchbarkeit(xretium usus), nämlich eines Menschen vor dem anderen, d. i.einen Preis, als einer Waare, im Verkehr mit diesen Thierenals Sachen, wo er doch noch einen niedrigeren Werth hat, als dasallgemeine Tauschmittel, das Geld, dessen Werth daher ausgezeich-net (pretinm ssininens) genannt wird. >
Allein der Mensch als Person betrachtet, d. i.'als Subjecteiner moralisch-praktischen Vernunft, ist über allen Preis erhaben;denn als ein solcher (domo noumenon) ist er nicht blos als Mit-tel zu Anderer ihren, ja selbst seinen eigenen Zwecken, sondern alsZweck an sich selbst zu schätzen, d. i. besitzt eine Würde (einenabsoluten inneren Werth), wodurch er allen anderen vernünftigen