widrige fällt, über,sie zu brüten, sie tief einwurzeln zu lassen, unddas Böse dadurch (als vorsätzlich) in seine Maxime aufzunehmen;welches alsdann ein qualificirtes Böse d. i. ein wahres Lastet: ist. i
Die Tugend also, sofern sie auf innerer Freiheit gegründet ist, I
enthält für die Menschen auch ein bejahendes Gebot, nämlich alle -seine Vermögen und Neigungen unter seine (der Vernunft) Gewalt :zu bringen, michin das Gebot der Herrschaft über sich selbst, welche !über das Verbot, nämlich von seinen Gefühlen und Neigungen sich ^nicht beherrschen zu lassen (die Pflicht der Apathie), hinzukommt;weil, ohne daß die Vernunft die Zügel der Regierung in ihre Hände . !nimmt, jene über den Menschen den Meister spielen.
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Zur Tugend wird Apathie, (als Starke betrachtet,)uothweudig vorausgesetzt.
- Dieses Wort ist, gleich als ob es Fühllosigkeit, mithin subjektive zGleichgültigkeit in Ansehung ^cr Gcgeystande dcr Willkühr, bedeutete,in üblen Ruf gekommen; man nahm es für Schwäche. DieserMißdeutung kann dadurch vorgcbcugt werden, daß man diejenigeAffectlosigkeit, welche von der Indifferenz zu unterscheiden ist, diemoralische Apathie nennt: da die Gefühle aus sinnlichen Ein-drücken ihren Einfluß auf das moralische nur dadurch verlieren, daßdie Achtung fürs Gesetz über sie insgesammt mächtiger wird. —
Es ist nur die scheinbare Stärke eines Fieberkranken, die den leb-haften Antheil selbst am Guten bis zum Affect steigen, oder viel-mehr darin ausarten läßt. Man nennt den Affect dieser ArtEnthusiasmus, und dahin ist auch die Mäßigung zu deuten,die man selbst für Tugendausübungen zu empfehlen Pflegt, (i-wa»>sapiens nomeu Ivrat aeguus i»i<iui, rr/terr, sates rir-
tutem i>i petat ipsani. //o,«r.) Denn sonst ist es ungereimt zuwähnen, man könne auch wohl allzuweise, allzutugendhaftsein. Der Affect gehört immer zur Sinnlichkeit; durch was füreinen Gegenstand er auch erregt werden möge. Die wahre Starke