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5 (1838) Immanuel Kant's Metaphysik der Sitten : in zwei Theilen, Rechtslehre, Tugendlehre, nebst den kleineren Abhandlungen zur Moral und Politik
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Einleitung.

zu setzen, ist falsch '). Es sei z. B. gute Wirthschaft, als dasMittlere zwilchen zwei Lastern, Verschwendung und Geiz, gegeben;so kann ihr Ursprung als einer Tugend weder durch die allmähligeVerminderung des ersten beider genannten Laster (Ersparung), nochdurch die Vermehrung der Ausgaben des dem letzten Ergebenen, erklärt;auch können diese Laster nicht so angesehen werden, als ob sie sichgleichsam nach entgegengesetzten Richtungen in der guten Wirthschaftbegegneten; sondern ein jedes derselben hat seine eigene Maxime, dieder anderen nothwendig widerspricht ch).

Aus demselben Grunde H) kann kein Laster überhaupt durcheine größere Ausübung gewisser Handlungen-j-ssch), als es zweck-mäßig ist (e. x. krockiKkIitas est oxeessus in eoasumemlisopiliu«), oder durch die kleinere Bewirkung derselben, als sich schickt,(e. K. Avaritia est ckekoctus etc.) erklärt werden. Denn dahiedurch der Grad gar nicht bestimmt wird, auf diesen aber, ob

*) Die gewöhnlichen, der Sprache nach ethisch- elastischen Formeln: »>olio

tutissimu» iliis; oimie nimium vertitur in vitinni; e»t mocku» in rel>»» «tr.;inecliuin tenuei« I-enti chchchch) ; virlus e»t inecliuni viriornin et utri»gue regn-et»,», enthalten eine schale Weisheit, die gar keine bestimmten Principien hat;denn dieses Mittlere zwischen zwei äußeren Enden, wer will mir es angeben!'Der Geiz (als Laster) ist von der Sparsamkeit (als Tugend) nicht darinunterschieden, daß diese zu weit getrieben wird, sondern hat ein ganz an-deres Princip (Maxime), nämlich den Zweck der Haushaltung nicht imGenuß seines Vermögens, sondern, mit Entsagung auf denselben, blos imBesitz desselben zu setzen; so wie das Laster der Verschwendung nichtim Uebermaaße des Genusses seines Vermögens, sondern in der schlechtenMaxime zu suchen ist, die den Gebrauch, ohne auf die Erhaltung desselbenzu sehen, zum alleinigen Zweck macht.

-s) Dieser Nachsatz lautete in der 1. Ausg. so:so kann sie als Tugendnicht durch allmählige Verminderung des ersten beider genannten Laster(Ersparung), noch durch die Vermehrung der Ausgaben, des dem letzterenErgebenen, als entspringend vorgestellt werden: indem sie sich gleichsam »achentgegengesetzten Richtungen in der guten Wirthschaft begegnete»; sonderneine jede derselben hat ihre eigene Maxime, die der anderen' nothwendigwiderspricht."

-sch) 1. AuSg.:Ebenso wenig und aus demselben Grunde"chchch) 1. Ausg.:Absichten"

chchchch) Etatt der Worte: ,,vi>'l»s e»t mvgiui» viti»r»>» et utrittgue >e-guetuin" stand in der ersten Ausg.: ,,i»8»»i 5!>z>ie»« »»nee» Iiulieut vte.-