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^ Vom Sachenrecht. tz. tL. V9
sprüngliche Gemeinschaft des Bodens gegründete physische Besitz-nehmung (spprvlu-usio pli^ien), welchem, weil dem Besitz nachVernunftbegriffen des Rechts nur ein Besitz in der Erscheinunguntergelegt werden kann, der einer intellectuellen Besitznehmung<mit Weglassung aller empirischen Bedingungen in Raum und Zeit)correspondiren muß, und die den Satz gründet: „was ich nach Ge-setzen der äußeren Freiheit m meine Gewalt bringe, und will, essolle mein sein, das wird mein."
Der Vernunfttitel der Erwerbung aber kann nur in derIdee eines a priori vereinigten, (nothwendig zu vereinigenden) Wil-lens Aller liegen, welche hier als unumgängliche Bedingung (eon-«litio sine non) stillschweigend vorausgesetzt wird; denn durcheinseitigen Willen kann Anderen eine Verbindlichkeit, die sie für sichsonst nicht haben würden, nicht auferlegt werden. — Der Zustandaber eines zur Gesetzgebung allgemein wirklich vereinigten Willensist der bürgerliche Zustand. Also nur in Conformität mit der Ideeeines bürgerlichen Zustandes, d. i. in Hinsicht auf ihn und seineBewirkung, aber vor der Wirklichkeit desselben, (denn sonst wäredie Erwerbung abgeleitet,) mithin nur provisorisch kann etwasAeußcres ursprünglich erworben werden. — Die perem torischeErwerbung findet nur im bürgerlichen Zustande Statt.
Gleichwohl ist jene provisorische dennoch eine wahre Erwerbung;denn nach dem Postulat der rechtlich-praktischen Vernunft ist dieMöglichkeit derselben, in welchem Zustande die Menschen neben ein-ander sein mögen, (also auch im Naturzustände) ein Prinmp desPrivatrechts, nach welchem jeder zu demjenigen Zwairge berechtigtist, durch welchen es allein möglich wird, aus jenem Naturzuständeheraus zu gehen, und in den bürgerlichen, der allein alle Erwerbungperemtorisch machen kann, zu treten.
Es ist die Frage: wie weit erstreckt sich die Befugnis derBesitznehmung eines Bodens? So weit, als das Vermögen ihnin seiner Gewalt zu haben; d. i. als der, so ihn sich zueignenwill, ihn verlheidigen kann, gleich als ob der Boden spräche:wenn ihr mich nicht beschützen könnt, so könnt ihr mir auch