ID Rechtslehrc. Einleitung
(nicht einmal dem Erkenntnisse unseres Zustandes) enthält; da sonstselbst Empfindungen, außer der Qualität, die ihnen der Beschaffenheitdes Subjects wegen anhängt (z. B. des Rothen, des Süßen u. s. w.), ^doch auch als Erkenntnißstücke auf ein Object bezogen werden, dieLust oder Unlust aber (am Rothen und Süßen) schlechterdings nichtsam Objecte, sondern lediglich Beziehung aufs Subject ausdrückt.Näher können Lust und Unlust' für sich, und zwar 'eben um desangeführten Grundes willen, nicht erklärt werden, sondern man kannallenfalls nur, was sie in gewissen Verhältnissen für Folgen haben,anführen, um sie im Gebrauche kennbar zu machen.
Man kann die Lust, welche mit dem Begehren (des Gegen;standes, dessen Vorstellung das Gefühl so afsicirt,) nothwendig ver-bunden ist, praktische Lust nennen; sie mag nun Ursache oderWirkung vom Begehren sein. Dagegen würde man die Lust, diemit dem Begehren des Gegenstandes nicht nothwendig verbunden ist,die also im Grunde nicht eine Lust an der Existenz des Objects derVorstellung ist, sondern chlos an der Vorstellung allein haftet, bloskontemplative Lust, oder unthätiges Wohlgefallen nennenkönnen. Das Gefühl der letzteren Art von Lust nennen wir Ge-schmack. Von diesem wird also in einer praktischen Philosophienicht als von einem einheimischen Begriffe, sondern allenfallsnur episodisch die Rede sein. Was aber die praktische Lust be-trifft, so wird die Bestimmung des Begehrungsvermögens, vorwelcher diese Lust, als Ursache, nothwendig vorhergehen muß, imengen Verstände Begierde, die habituelle Begierde aber Nei-
das Subjektive unserer Vorstellung entweder von der Art sein, daß cö auchauf ein Object zum Erkenntniß desselben (der Form oder Materie nach, daes im crstcrcn Falle reine Anschauung, im zweiten Empfindung heißt,) be-zogen werden kann. In diesem Falle ist die Sinnlichkeit, als Empfäng-lichkeit der gedachten Vorstellung, der Sinn; aber das Subjcctive der Vor-stellung kann gar kein Erkcnntnißstück werden; weil cs blos dieBeziehung derselben aufs Subjekt und nichts zur Erkenntniß des ObjectsBrauchbares enthalt, und alsdann heißt diese Empfänglichkeit der VorstellungGefühl; welches die Wirkung der Vorstellung, (diese mag sinnlich oderintellektuell sein,) aufs Subjekt enthalt und zur Sinnlichkeit gehört, obgleichdi« Vorstellung selbst zum Verstand« oder der Vernunft gehören mag.