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5 (1838) Immanuel Kant's Metaphysik der Sitten : in zwei Theilen, Rechtslehre, Tugendlehre, nebst den kleineren Abhandlungen zur Moral und Politik
Entstehung
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Einleitung

in die Metaphysik der Sitten.

1 .

Von dem Verhältnisse der Vermögen des menschlichenGemüths zu den Sittengesetzcn.

Aegehrungsvermögen ist das Vermögen, durchseine Vor-stellungen Ursache der Gegenstände dieser Vorstellungen zu sein.Das Vermögen eines Wesens, seinen Vorstellungen gemäß zu han-deln, heißt das Leben.

Mit dem Begehren oder Verabscheuen ist erstlich jederzeitLust oder Unlust, deren Empfänglichkeit man Gefühl nennt, ,verbunden; aber nicht immer umgekehrt. Denn es kann eine Lustgeben, welche mit gar keinem Begehren des Gegenstandes, sondernmit der blosen Vorstellung, die man sich von einem Gegenständemacht, (gleichgültig, ob das Object derselben existire oder nicht,)schon verknüpft ist. Auch geht, zweitens, nicht immer die Lustoder Unlust an dem Gegenstände des Begehrens vor dem Begehrenvorher und darf nicht allemal als Ursache, sondern kann auch alsWirkung desselben angesehen werden.

Man nennt aber die Fähigkeit, Lust oder Unlust bei einerVorstellung zu haben, darum Gefühl, weil beides das blosSubjektive im Verhältnisse unserer Vorstellung, und gar keineBeziehung aus ein Object zum möglichen Erkenntnisse desselben *),

*) Man kann Sinnlichkeit durch das Subjective unserer Vorstellungenüberhaupt erklären; denn der Verstand bezieht allererst die Vorstellungen aufein Object, d. i. er allein denkt sich etwas vermittelst derselben. Run kann