tz 2. Arguin.
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nicht mehr dem Könige von Preußen, sondern der Senegalkompagniegehörte; doch erreichte er damit nichts, denn Billon gab das betreffendeSchreiben Wijnen, und dieser war nun doppelt auf seiner Hut. Wijnenbat wiederholt um Unterstützung, namentlich um Lebensmittel und Muni-tion, sonst wäre er zur Aufgabe Arguins gezwungen. Nach seinem Be-richte vom 17. Februar 1720^° hatte er die Hälfte der Garnison ent-lassen müssen, so daß außer ihm nur noch drei Christen (der Chirurg ohneMedikamente, der Zimmermann und der Schmied) und vier Neger deneinzigen Schutz des Kastells bildeten. Im Februar des folgenden Jahreserschienen die Franzosen mit überlegener Macht vor demselben." Wijnenverweigerte die Übergabe des Forts. Erst nachdem die Brustwehr weg-geschossen, das Geschütz demontiert, eine gangbare Bresche gelegt und dieMunition zur Neige gegangen war, verließ er es mit dem Reste der Be-satzung in der Nacht vom 9. zum 10. März. Die holländisch-westindischeKompagnie, Arguins neue Eigenthümerin, hatte zu spät ihre Schiffe hin-gesandt und konnte das Kastell aus seinen Händen nicht mehr übernehmen.Sie bat daher Friedrich Wilhelm I., sich in Paris für die RückgabeArguins zu verwenden, sowie ihr zu gestatten, daß sie zur Vertreibungder Franzosen ein Schiff unter seinem Pavillon hinsenden dürfte." Dieserlehnte aber das letztere Ansinnen ab, weil er „mit dem französischen Hofenicht ohne Nutzen in Verdrießlichkeiten gerathen" wollte, und versprachnur seine guten Dienste.^ Frankreich ließ sich zu einer gütlichen Heraus-gabe nicht bewegen. Dafür gelang es der holländischen Kompagnie, dasKastell am 11. Januar 1722 unter der Führung von Johann Reerszurückzuerobern." Der Kaufvertrag vom 18. Dezember 1717 wardamit hinsichtlich Arguins erfüllt.
°° Jan Wijnen an den Kaufmann Adriaan de Ruyter in Rotterdam, ck. ä. lo'teastest L.r§uin, 17. I'sbr. 1720. II. 65. 38.
Urk. Th. II, Nr. 181 und 192. S- auch den in „Brandenburg-Preußen,"S. 61 ff., abgedruckten Auszug aus dem Tagesregister. In letzterem ist aber, S. 63,Z 5 v. u., das ? überflüssig, denn Terra Gorda ist ein Landstrich auf dem afrika-nischen Kontinent südlich von Arguin, und ebenda Z. 8 v. u. die Übersetzung unrichtig;im holländischen Original steht: „ckou Oomraauckaut ststt äaar orckrs om ts visssuom tv truuusu bsstasu."
Bericht Meinertzhagen's an den König, ä. ck. Haag, den 17. Oktober 1721.R. 65. 39.
König an Meinertzhagen, ä. ä. Berlin, den 25. Oktober 1721. R. 65. 39.
" llabat, uouvstts rstatiou, p, 130.
Braiidcilburg-Prcubens Kolonialpolitik. I.
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