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1 (1889)
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4. Kapitel. Die Kolonien.

die übrigen Bediensteten den nothwendigen Unterhalt. Im November 1716verließ er Groß-Friedrichsburg, um persönlich den gefährdeten Zustand derFestung vorzustellen und Sukkurs zu erbitten; es waren nur noch für etwa4000 Gulden Vvrrüthe vorhanden. Vor seinem Weggange übertrug er demSergeanten Anton Günther van der Meden provisorisch die Direktion. JanConny hatte ihm versprochen, Groß-Friedrichsburg noch ein Jahr lang fürden König vvn Preußen zu halten. Dieses Jahr verstrich aber, ohne daßein preußischer Befehlshaber oder irgend welcher Sukkurs eintraf. FriedrichWilhelm verkaufte, wie wir wissen, die afrikanischen Kolonien an dieholländisch-westindische Kompagnie und überließ es dieser, sich in ihrenBesitz zu setzen. Conny gab indeß der Käuferin das Fort nicht heraus,unter dem Vorwände, daß er es in die Hände der Preußen zurückzu-liefern hätte. In Wahrheit haben ihn sicher andere' Gründe geleitet,vor allem vermuthlich der, daß er die ihm verhaßten Holländer nichtals Herren in Groß-Friedrichsburg sehen wollte. Nach des Marchais'Berichte hat er dem holländischen Kommandanten, welcher ihn gemäßder preußischen Abtretungsurkunde zur Übergabe der Festung anf-forderte, zur Antwort gegeben: er kenne diese Art vvn Verträgen nicht.Der König von Preußen habe ihm das Fort überwiesen; sei dieser nichtin der Lage, dahin zurückzukommen, so habe er auch kein Recht, zuirgend jemandes Gunsten darüber zu verfügen, indem ihm das Landnicht gehöre. Vielmehr beanspruche er, Conny, als Herr desselben dieBefugniß, diejenige Nation in das Fort einzulassen, die ihm gefiele, under wolle überhaupt kein anderes Volk, als die Franzosen/" unter keinenUmständen aber die Holländer. Die letzteren suchten nun die Feste

"" Dubois' Relation, ä. 4. Amsterdam, den 28. Juni 1717. R. 65. 37. Be-reits Ende des Jahres 1715 hatte sich das Gerücht verbreitet, Dubois wäre blödsinniggeworden und hätte sich nach Neuholland begeben. Friedrich Wilhelm trug demzufolgemittels Order, ä. ä. Feldlager vor Stralsund, den 28. November 1715, H. 65. 36,dem Marinerath Freitag ans, über den Kaufmann Abraham van der Honten aus Zirk-see zu berichten, der sich um die Kommandeurstelle beworben hatte. Weiteres ist nichtbekannt. Ramler bezeichnet Dubois' Rechnungen in einer Relation, ä. ci. Berlin, den25. Juli 1717, L. 65. 37, als sehr konfus.

"" illabat, I. o., k. 1., x. 228.

Der französische Kapitän Pierre Morel lag nämlich nach des Marchais' An-gabe gerade mit einem Schiffe,1,a prinososo äs Roollokort," vor Groß-Friedrichsburgund war von Conny aufgefordert worden, von der Festung Besitz zu ergreifen, hatte diesaber aus Furcht vor den Holländern nicht thun wollen. Jedenfalls geht auch ans demMeinertzhagen'schen Berichte (Urk. Th. II, Nr. ISO) hervor, daß Conny nochandereLxonson," als seine Verpflichtung gegen den König von Preußen, vorgeschiitzt hat, umdie Übergabe zu verweigern (s. auch Anm. 80 zu Kap. 3, Z 3), undBrandenburg-Preußen," S. 43, hätte deßhalb nicht die Stuhr'sche Fabel (S. 141 ff.) von der uner-