Druckschrift 
1 (1889)
Entstehung
Seite
341
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Z 1. Auf der Goldküste.

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7. Januar 1709 von Seeland abgereist und nach elfwöchigcr Seereise am25. März glücklich in Groß-Friedrichsbnrg angelangt. Ich finde dieseFestung sehr wohl angelegt und besser, als ich irgend eine auf dieserKüste gescheit, auch als ich erwartet hatte. Mit allem Respekt bin ichempfangen, eingeholt, vorgestellt und von der Garnison angenommenworden nnd habe Schlüssel nnd Kommando übernommen. Auch inAccada bin ich gewesen . . ., nachdem ich zwei Tage zuvor meine Negeroder Diener mit einem indischen Stabe der Landessitte gemäß an denKönig von ^.ntlio, sowie an verschiedene Häuptlinge sowohl unter hol-ländischem, als englischem Gebiete geschickt hatte. Sie alle waren zurechter Zeit erschienen, was vordem nicht geschehen ist. Ich habe einigeKontrakte erneuert und erweitert, auch gute Allianz mit ihnen geschlossen,die unterzeichnet und beiderseits beschworen ist, wovon eine Abschriftbeiliegt. Nicht wenig war ich erstaunt, daß der König, die Häuptlingelind Neger mit solch' einer Suite lind Gefolge kamen, mit ihren geputztenFrauen, goldbchangenen Waffenträgern, Tambours nnd Trompetern,die aus Elephantenzähnen und anderen Instrumenten Musik machten,viele hundert Mann, alle mit gutem Gewehr versehen. . . Darauf binich auch zum Fort llüoeorum gekommen, habe da gleichfalls den Kontrakterneuert und ihn zeichnen und beschwören lassen. An Stelle des bis-herigen Befehlshabers, über den sie klagten, habe ich ihnen zu ihrerZufriedenheit einen anderen gegeben. Nun erübrigt es noch auf der Hanpt-festnng den Eid mit den Häuptlingen aufs Nene auszntanschen nnd ihnennach altem Gebrauch ein Geschenk zu geben; bis jetzt habe ich es dazu nichtbringen können, weil wegen der bevorstehendeil Abreise Lauchs sehr vielanderes zu thun ist. Ich übersende anliegend eine Kopie vom Inventar...Die überzähligen nnd ungeeigneten Personen habe ich abgedankt, vollkommenbezahlt und mit Geld zur Heimreise, wie hier üblich, versehen, dieanderen auf die verschiedenen Plätze angemessen vertheilt. Was denZustand der Festung anlangt, so ist freilich manches reparaturbedürftig;ich hoffe sie aber mit der jetzigen Mannschaft in Stand zu bringen. . .Ich will zwei bis drei Kanonen ans der Festung am Strande aufstellcnlassen, weil man damit die herannahenden Schiffe besser beschießen kann.Solange die Kompagnie uns nicht genügend mit Waaren versieht, müssenwir solche von denIMtorlooxsirw einhandcln, um sie weiter an dieNeger zu veräußern. . . Ich finde, daß es hier Brauch ist, Schiffe mitenglischer, dänischer, portugiesischer oder holländischer Flagge, die unter

dieser befanden sich in Groß-Friedrichsbnrg, Accada und Taccerma im Ganzen an Baar-Mitteln und Waaren 154 Mark 7 Lnz. Eng.