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1 (1889)
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243
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is 2. Unter Friedrich III.

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lagen gemacht und zwei Rctonrschiffc mit einer Ladung von 128000 Guldeneingelanfen wären. Erst durch Beschluß vom 1. Februar 1694 sei dem.Buchhalter de Goyer anfgegeben worden, Bücher vom 24. August 1692ab auzulcgen. Diese seien aber unübersichtlich geführt, die Rechnungenin Unordnung, und die meisten Papiere statt auf dem Kontor in denHänden der Bewindhaber gewesen. Mit Recht habe man daher ein Jahrzuvor in einer Versammlung zu Rotterdam in Danckelman's und Raule'sGegenwart gesagt, „das Kollegium zu Emden sei ein Nest voll jungerWölfe."

Weniger leidenschaftlich klingt der von Knyphausen und Danckelmandem Kurfürsten erstattete Bericht:"" Sie seien mit den holländischenInteressenten „in einem looo intorinsäio zwischen Emden und Aurich"zusammengetroffen unv hätten nach vielen vorangegangenen Konferenzenalle Streitpunkte binnen zwei Stunden gehoben, „sodaß nunmehr gedachteholländische Interessenten ein völliges Vertrauen zu Präsident und Be-windhabern Ew. Chf. Dl. Comp, gcsetzet und dcnenselben außer deranniversairon Generalversammlung plsnrun potsstatsin st äirsotionsmbeigelcget haben." Dieselben wären sogar bereit, 70000 Thlr. beizu-steuern, nnerachtet das Retourschifs Friedrich III. 60000 Thlr. in baaremGclde angebracht habe.

Die Interessenten einigten sich noch während der Generalversammlungüber eine Bilanz;"^ dieselbe ergab einen Überschuß von 122266 Thlr.Die Passiva belaufen sich auf 671471 Thlr., die Aktiva auf 793737 Thlr.Über verschiedene andere Punkte war eine Einigkeit nicht zu erzielen.""Als die Versammlung am 25. November/5. Dezember (1694) schloß,konnte sie als besondere Resultate verzeichnen: einmal die formelle Er-klärung, daß der Kurfürst in Zukunft 25000 Thlr. jährlich beisteuernwerde und sodann die Errichtung eines definitiven Reglements.""

In dem Streite der Parteien hatte die Naule'sche den Sieg davon-getragen und dadurch erreicht, daß die Führung der Geschäfte in den

cl. ck. Aurich, den 28. August 1694. R. 65. 18.

Urk. Th. 11, Nr. 144. Unter den Aktiven werden die in St. Thomasliegenden beweglichen und unbeweglichen Güter auf 230158 Thlr., die in Groß-Friedrichsburg und Argnin anfgestapelten Maaren auf 214 720 Thlr. bezw. 33 600 Thlr.veranschlagt. Die Festungen Groß-Friedrichsburg und Accada werden zusammen aus40000 Thlr., das Kastell Argnin auf 27252 Thlr. und 16 Schiffe insgesammt auf90700 Thlr. geschätzt. Diese Werthe sind wohl aber zu hoch gegriffen.

»2 So wollten z. B. die holländischen Participanten, daß eine Equipage vonmehr als 100000 Thlr. nicht ausgerüstet werden sollte, weil sie durch die vom Kur-fürsten bewilligte Reutenaufnahme nicht hätte gedeckt werden können.

°° Urk. Th. II, Nr. 145.

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