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1 (1889)
Entstehung
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122
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2. Kapitel.

der Kurfürst eine Anzahl Kriegsschiffe nebst den dazu gehörigen Mann-schaften zur Unterstützung deS Seehandels hielte.^ proponiert nunden Ankauf von acht Kriegsschiffen nnd zwei Brennern mit zusammen206 Kanonen für 100 000 Thlr. holländisch Courantgeld. DemKurfürsten gehörte nämlich damals von den 30 Schiffen der sogenanntenbrandenburgischen Marine, die in Wahrheit im Eigenthum Raulesund zum Theil auch in dem seiner Geschäftsfreunde stand, nur eins,nämlich der Markgraf von Brandenburg mit fünfzig Kanonen.Wollte er also in der That den Seehandel wirksam schützen, so war beiden damaligen Verhältnissen, wo Handel nnd Krieg in allen Meeren alsuntrennbare Geschwister erschienen nnd der erstere nirgends ohne mili-tärische Leitung und Deckung anftreten und fortkommen konnte, einegrößere Zahl von Kriegsschiffen allerdings erforderlich. Der monatlicheUnterhalt der erwähnten Schiffe „nebst denen, die davon dependieren," ""wurde in Friedenszeiten auf 2581 Thlr., in Kriegszciten auf 9360 Thlr.veranschlagt. Hierzu kamen noch 500 Thlr. monatlich für Zimmer- undWerkleute, welche zunächst zwei Galioten, vorzüglich zur Vermittlung desVerkehrs zwischen Pillau nnd Königsberg und zur Erleichterung derschweren Fahrzeuge, anfertigen sollten. Für Magazinvorräthe werden20500 Thlr. ausgeworfen. Die Höhe der Reparatnrkosten wird alsnicht zuverlässig bestimmbar bezeichnet. Außerdem drang Raule aufErrichtung eines Magazins und Fertigstellung des Marinebaues inPillau.Die Mittel wollte er, abgesehen von 5000 baar zu erlegendenThalern, aus den Lizenten und gewissen Stromschiffahrtsabgaben auf-gebracht wissen, "b

Das Memorial ist nicht datiert, stammt aber, wie sein übriger Inhalt er-kennen läßt, aus dieser Zeit. Raule veranschlagt darin den monatlichen Unterhalt der— von ihm und seinen Freunden abzukaufenden — Schiffe ans 1974 Thlr.; der Kur-fürst würde daher, da er gegenwärtig 5751 Thlr. monatlich zu zahlen habe, 3777Thlr. jeden Monat ersparen. Zugleich stellt Raule in Aussicht, daß das Kaufgeld vonden Interessenten zum Schiffsbau, zu Handelsfahrten („auf Guinea, Angola, Ostindien,Grünland, Straße Onviäis, den Heringsfang") und allen anderen M-aLgnen verwendetwerden solle. — L. 65. 7.

Das „Memorial für die Herren Meinders und Gromkau in Sr. Chf. Dchl.Seesachen" ist datiert: Berlin, den 15./25. Dezember 1681. — U. 65. 7.

S. den Marineetat Vom6./16. Juli 1681, Urk. Th. II, Nr. 54.

^ ii. g. waren monatlich festgesetzt für: den Generaldirekteur 400 Thlr., denEquipagenmcister 100 Thlr., den Kommandeur 80 Thlr., den Vicekommandenr undSchont bij Nacht je 50 Thlr., den Oberbuchhalter und Kassier 50 Thlr., den Fiskal25 Thlr., jeden Lieutenant 20 Thlr., jeden Gemeinen 5 Thlr.

Wegen der Einzelheiten s. Urk, Th. II, Nr. 54.

Jährlich ungefähr 30 000 Thlr,