Die Marine.
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gerieth Raule, welcher vertragsmäßig die Kosten der Unternehmungen zutragen gehabt und durch deu Priseugewinn entschädigt werden sollte, auchin eine verzweifelte pekuniäre Lage. Der Kurfürst hielt sich für verpflichtet,ihn zu retten und nach jeder Richtung hin schadlos zu halten?" Um4./14. Mai ernannte er ihn daher in Anerkennung seiner guten Qualitätenund Dienste zum kurfürstlichen Rothe ^ und am 31. desselben Mvnatsließ er ihm Anweisungen aus die holländischen Snbsidiengeldcr in Höhevon 10 000 Thalern znkommen „zur Ergetzung seiner Kosten und desdurch die Verfügung der Generalstaaten, betreffend Resolution der Prisen,erlittenen Schadens."^
An Blaspeil schrieb er entrüstet über den Beschluß der General-staaten „Was sonst die Hauptsache <die Kaperei) anbelanget, so habenWir Uns darunter dergleichen Bezeugungen nimmermehr versehen, undscheint es fast, als wolle man ein Gespött mit Uns treiben. Euch vorandern ist es bekannt, wie so treulich Wir es mit dem Staat gemeint, wasWir an demselben gethan und zugesetzet und was Wir davor leidenmüssen. Anstatt aber der ox looclsro schuldigen und so oft und theuerversprochenen Hülse, müssen Wir jetzt zu Unserem höchsten Leidwesenerfahren, daß man auf Anhalten und partioulior Interesse einiger Kauf-lente Uns in llavenr Unseres gemeineil Feindes in einem solchen Werkezuwider ist, wovon nicht allein guten Theiles der Ruin sothanen Feindesdependiret, sondern dabei auch Unsere Ehre und Reputation aufs höchste undsensibleste interessiret ist. Wäre das Werk nie angesangen, so Hütten Wir Uns
S. Urk. Th. II, Nr. 32. 33->. — In einem Berichte an Friedrich III., d. d.Berlin, den 10./20. Januar 1698 — L. 65. 21 — sagt Raule: . .. „Dergestalt, daßgar bei den General-Staaten eine Rsoolntion genommen war, mich bei dem Kopf zunehmen, um gefangen nach dem Haag zu bringen, weil ich als ein vormaliger Mit-regent von Seeland und Unterthan von den Staaten nicht vermocht hatte, mit aus-wertigen Potentaten Oontrsvto zu schließen, obgleich ... der Prinz von Oranien, auchder Ralhsysus. Fagel darin oonssntirst hatten, sodaß ich genöthigt worden, die Fluchtzu nehmen, Frau und Kind, Lomxtoir und alle meine Sachen zu nbandorwirsn undmich nach Cleve zu retiriren, umb meine Person zu salviren, allwo ich 3 Monat langverbleiben müssen, bis S. Chf. Dl. Höchstseel. Gedächtn. in hoher Person nach dein Haaggereiset, umb mir zu helfen. Und wiewohl Höchstseel. Churfürst nach vieler Mühe esdahin gebracht, daß man mir alle Prysen wieder ausfolgen lassen sollte, umb dieselbeöffentlich zu verkaufen, so waren doch S. Chf. Dl. kaum wieder in Cleve angekommen,da man niir alle solche Prysen mit ihrer Ladung entnommen, alle die rrkÜMits klaos-tsnzum freien Verkauf abgerissen und mir ein trauriges Nachsehen gelassen."
S. Urk. Th. II, Nr. 33>>.
"2 So nach dem späteren Reskript, d. ä. Potsdam, den 13. Januar 1681. —R. 65. 7. —
Kurfürst an Blaspeil, d. d. Marksuhl, den 21./31. Mai 1675. U. 65. I?. —