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1. Kapitel.
deputierten Rathsverwaudten in Konferenz getreten. Sie hatten „einenstarken Rückhalt gegen die Gewalt und I>raotign6n der Niederländerund anderer Nationen äemckmirst." Schlezer beschwichtigte sie mit derErklärung, daß der Kurfürst, falls er es für dienlich erachtete, vomKaiser die Konfirmation der Kompagnie, sowie Schutz und Handhabungunschwer erhalten würde. Von dem Plane des Kurfürsten „mit JhroMas. in Spanien wegen des ^i-oüocjs auf die Molukkischcn und Phi-lippinischen Jnsulen, Novum Umpoumm und anderer Orten in Handlungzu treten" hat er ihnen als „von einer Sache, die noch nicht ausge-arbeitet," keine Eröffnung gethan."
Die Deputierten baten ihn um ein schriftliches Memorial, damitsie es der Admiralität" und einigen vornehmen Kanflenten mitthcilenkönnten. Schlezer sagte es ihnen zu unter der Bedingung, daß derName des Kurfürsten nicht genannt würde; bis dahin war er nämlichnicht als officieller Bevollmächtigter desselben aufgetreten, um die Sachedesto besser in aller Stille betreiben zu können; die mit der Kopen-hagens Sendung gemachte Erfahrung hatte dazu geführt.
Im April ist er so glücklich dem Kurfürsten berichten zu können,daß die Sache im versammelten Nathe vorgctragen und für „befugt,nützlich und pruotioubol" erachtet worden. „Weil aber, so fügt erhinzu, der Leute Unmour dieses Orts nicht sntropreimnt, darzu diemeisten im Rath Gelehrte sind und die ihrer Renten leben, hat sich
^ Wir müssen hier eines Schlezer'schen Aufsatzes „über die Schiffahrt nach Ost-Indien" gedenken, der von ihm sehr wahrscheinlich bei den Hausastädten benutzt wordenist. — L. LI. 130. (8). — Darin sagt er ganz im Gijsels'schen Sinne:
Es stehe jedem Prinzen und jeder Republik frei an freien Orten Handel zutreiben, weil das Meer so frei sei, wie die Luft. Die besten Länder seien die östlichvom Rothen Meer gelegenen von Persien bis Japan einschließlich, wo schon viele Nationensich angesiedelt hätten und ihre Reichthümer herholten. Es sei jetzt die rechte Zeit gleich-falls dahin zu fahren und nicht alles von den anderen sich fortnehmen zu lassen. Diegemeinen Schwierigkeiten, wie Länge der Reise, langes Ausbleiben der Retouren, Kost-barkeit der Eguipagen und Legationen würden reichlich ausgewogen durch die Vortheile.Das größte Übel wären die Gewalt und die Praktiken der Engländer, Niederländer undPortugiesen, weil diese alle Mittel in Bewegung setzen würden, um neue Nationen nichtzuznlassen. Von ihnen sei aber kaum etwas zu befürchten, wenn sich die Kompagnieunter den Schutz eines mächtigen Potentaten stellte. Am vortheilhaftesten wäre alsdannin Ost-Indien der Handel von Ort zu Ort. In welcher Weise derselbe zu betreiben,würde seiner Zeit eröffnet werden. Die erste Equipage sollte nur aus 3 wohlmonticrtenund mit Maaren und Kontanten zur Genüge versehenen Schiffen bestehen.
^ über die Bedeutung der Admiralität s. Klefeker, Sammlung HamburgischerGesetze, 1759, Bd. 7, S. 116; Schmoller, in den Märkischen Forschungen, Bd. 20,S. 138 ff.