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18 (1866) Theseus und Valerius Publicola
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Vaterland thun", weil er von den Tyrannen in seiner eigenenFamilie nicht gerade etwas Schlimmes erfahren hatte. Er erschiennicht mehr im Senate, trat nicht mehr als Vertheidiger auf undcntschlug sich vollständig aller Theilnahme an den öffentlichen An-gelegenheiten, so daß davon unter dem Publikum vielfach die Redewar. Man gerieth sogar in Besorgniß, indem man fürchtete, dieLeidenschaft könnte ihn zu einem Anschluß an die Dynastie bewe-gen, woraus ein Umsturz in den dermaligen Verhältnissen derStadt, die noch auf sehr unsicherem Grunde ruhte, nothwendigherbeigeführt würde.

Da nun Brutus anch noch gegen einige weitere PersonenVerdacht hegte, so beabsichtigte er, den Senat bei einem Opferschwören zu lassen, und ließ hiezu den Tag bekannt machen.Valerius kam mit ganz offenem Gesichte auf das Forum undlegte zuerst den Schwur ab,daß er den Tarquiniern niemalseine Einräumung machen oder sich unterwerfen, sondern wider siekämpfen wolle mit aller Macht für die Freiheit Roms." DiesesBenehmen bereitete dem Senate große Freude und ermuthigte zu-gleich die Leiter des Staats. Und schon in der nächsten Zeitwurde sein Eidschwur durch seine Handlungen bestätigt.

Es kamen Gesandte von Tarqninius mit Briefen, die fürdas Volk sehr verführerisch lauteten, und mit nachgiebigen Aeuße-rungen, wodurch sie hauptsächlich die Menge bestechen zu könnenglaubten. Denn der König, von dem diese Aeußerungen aus-gingen, schien seine hohen Gedanken aufgegebcn zu haben und nurnoch gemäßigte Forderungen zu stellen. Diese Gesandten solltennun nach der Meinung der Consuln vor die Volksversammlunggeführt werden; allein Valerius duldete es nicht, sondern wider-setzte sich und verhinderte es, daß man der armen Volksklasse,welche sich durch den Krieg noch mehr gedrückt fühlte, als durchdie Tyrannei, irgend einen Vorwand oder Anlaß zu Unruhen andie Hand gebe.