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18 (1866) Theseus und Valerius Publicola
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Cap. 3.

Einige Zeit darauf kamen andere Gesandte an, welche dieErklärung abgaben, daß Targuinius als König abdanke und denKrieg beendigt habe; er bitte nur um Auslieferung des Geldesund Vermögens für sich selbst, seine Freunde- und Verwandte,um dadurch die nöthigen Subsistenzmittel für die Verbannung zuerhalten.

Sehr Viele ließen sich durch solche Worte weicher stimmen,und insbesondere war es Collatinus, der das Gesuch befürwortete.Allein Brutus, ein unbeugsamer Mann von heftiger Leidenschaft-lichkeit, rannte auf das Forum und schalt seinen Amtsgenosseneinen Verräther, weil er voll Artigkeit Menschen die Mittel zumKrieg und Tyrannei liefere, Menschen, denen man niemals auchnur das Zehrgeld für die Wanderung auf ihrer Flucht beschließendürfe.

Als die Bürgerschaft beisammen war, sprach zuerst ein Mannaus ihrer Mitte in der Versammlung, Casus Minucius. Erermunterte den Brutus noch mehr und mahnte die Römer, da-für zu sorgen, daß diese Gelder bei ihnen blieben und mit denRömern gegen die Tyrannen kämpften, nicht aber mit den Tyran-nen gegen die Römer.

Indessen wurde der Beschluß gefaßt, daß man, im thatsäch-lichen Besitze der Freiheit, um welche man kämpfe, den Friedennicht preisgeben wolle des Geldes wegen, sondern lieber das Geldsammt den Tyrannen zur Stadt hinauswerfe.

Uebrigens lag dem Tarquinius an dem Gelde sehr wenig;seine Forderungen sollten zugleich eine Probe sein, die er mitdem Volke anstellte, sowie zur Anzettelung einer Verrätherei dienen.Ans diesen Zweck arbeiteten auch die Gesandten hin, indem sieunter dem Vorwandte des Geldes noch längere Zeit in Romverblieben. Sie erklärten einen Theil käuflich abzugeben, einenandern Theil in Verwahrung zu behalten, einen dritten fort-,schicken zu wollen, bis sie zwei Familien, die man zu denvornehmsten rechnete, endlich bestochen hatten, das Haus der