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18 (1866) Theseus und Valerius Publicola
Entstehung
Seite
38
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zeigt auch bei Skotusäa und Kynoskephalä noch heutzutage Grä-ber von ihnen.

Cap. 28.

Dieß ist das Merkwürdigste von den Amazonen. Denn einAufstand der Amazonen, von welchen der Dichter der Theseis er-zählt, — „Theseus habe die Phädra zur Gattin genommen, An-tiope ihn deßhalb mit Hilfe der bei ihr befindlichen Amazonenangegriffen, sodann Herkules dieselben erschlagen" — macht augen-scheinlich den Eindruck einer Fabel und Erdichtung. Er vermähltesich mit Phädra erst nach dem Tode der Antiope, von welcher ereinen Sohn, Namens Hippolytus (oder nach Pindars Angabe:Dcmophon) hatte. Die Unglücksfälle, welche jener Phädra undseinem Sohne begegneten, muß man freilich, da von den Ge-schichtschreibern sich kein Widerspruch gegen die Tragiker erhebt,als wirklich eingetreten annehmen, wie letztere sie insgesammt inihren Poesien dargestellt haben.

Cap. 20.

Indessen gibt cs noch weitere Sagen von den Eheverbin-dnngen des Theseus, — Sagen, die nicht auf die Bühne gelangtsind und wobei der Anfang ebensowenig von edlen Gesinnungenzeugt, als das Ende ein glückliches war. Er soll eine gewisseAnaxo ans Trözen geraubt, — ferner nach der Ermordung desSinnis und Kerkyon deren Töchter gewaltsam entehrt haben.Ferner habe er auch Ajax' Mutter, Periböa, und dann wiederPhereböa, wie auch Jphikles' Tochter Jope zum Weibe genommen.Auch beschuldigt man ihn, daß er aus Liebe zu Pauopeus' Toch-ter, Acgle (wie bereits erzählt), die ebenso unedle, als unziem-liche Verlassung der Ariadne ausgeführt habe. Ueber alles Anderesoll die Entführung der Helena das attische Land in einen schwerenKrieg gestürzt, für ihn selbst aber ein Ende gefunden haben, das

') Man vergl. Euripides' Tragödie: Hippolytus.