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18 (1866) Theseus und Valerius Publicola
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in Verbannung und Untergang bestand, — worüber bald im Nach-folgenden das Nähere wird erzählt werden.

Soviel abenteuerliche Unternehmungen in damaliger Zeit vonden Helden ansgeführt wurden, so meint doch Herodorus, daß sichTheseus an keiner von denselben betheiligt habe, mit Ausnahmedes Kampfes der Kentauren gegen die Lapithen. Andere lassenihn auch mit Jason in Kolchis gewesen sein und mit Meleagerden (kaledonischen) Eber erlegen; und davon komme das Sprich-wort: „nicht ohne Thesens!" Indessen habe er selbst vieleglänzende Abenteuer bestanden, ohne eines Mitkämpfers zu be-dürfen, wodurch die Redensart aufkam: „das ist ein zweiterHerkules." Er hat ferner mit Adrastus die Beerdigung deram Fuße der Kadmea Gefallenen herbeigeführt, — nicht, wie Euri-pides in einer Tragödie *) behauptet, in Folge einer siegreichenSchlacht gegen die Thebaner, sondern durch gütliches Zureden undAbschluß eines Vertrags. So geben es die meisten Schriftstelleran, und Philochorus fügt noch hinzu, daß dieß der erste Vertragüber Todtenbestattung gewesen. Dagegen steht in den Geschichtenvon Herkules ausdrücklich zu lesen, daß dieser der Erste war,welcher den Feinden ihre Todten zurückgab. Die Grabstätten dergewöhnlichen Krieger werden in Elcutherä **) gezeigt, die der An-führer in der Nähe von Eleusis, indem auch darin Theseus sichdem Adrastus gefällig erzeigte. Ein Zeugniß gegen die „Schutz-flehenden" des Euripides bilden „die Eleusinier" des Aeschylus,— eine Dichtung, worin Theseus auch das oben Berührte aus-spricht.

Cap. 30.

Seine Freundschaft mit Pirithous ***) soll den folgendenUrsprung gehabt haben. Theseus stand im glänzendsten Rufe derKörperstärke, wie der Tapferkeit; nun wünschte Pirithous dieß

*) In der Tragödie: „Die Schutzflehenden".

**) Städtchen zwischen Böotien und Attika.

***) Pirithous aus Larissa, Sohn Jxions, König der Lapithen.