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kämpft, indem sie vom Museum aus die Amazonen angriffen, unddie Gräber der Gefallenen seien in der Nähe der Straße, dienach dem Thore am Heroentempel des Chalkodon führt, -— demheutigen Piräeusthore. Auf diesem Punkte seien nun die Athe-ner bis zu den Eumeniden zurückgedrängt worden und vor demWeiberhcere gewichen. Dann aber hätten sie vom Palladium, vonArdettus und vom Lykeion her angegriffen, den rechten feindlichenFlügel bis an das Lager getrieben und viele Amazonen todt zurErde niedergestreckt.
Im vierten Monat sei durch Vermittlung der Hippolyte einFriedensabschluß zu Stande gekommen. Denn Hippolyte, nichtAntiope, heißt nach ihm (Kleidemos) die Gemahlin des Theseus.Nach einigen Angaben kämpfte diese Frau an der Seite des The-seus, wurde aber von Molpadia mit einem Wurfspeer tödtlichgetroffen, worauf man ihr zu Ehren die Denksäule neben demTempel der Olympia errichtete. Und zu verwundern ist cs nicht,wenn bei so alten Ereignissen die Geschichte schwankt; so erzähltman auch, daß die verwundeten Amazonen, von Antiope heimlichnach Chalkis hinübergeschafft, daselbst ihre Pflege erhalten hätten;einige seien auch daselbst bei dem heutigen „Amazoneum" bestattetworden. Daß jedoch der Krieg mit einem Friedensschluß endigte,davon liegt der Beweis theils in der Benennung der Oertlichkeitneben dem Theseum, die noch heutzutage „Horkomosion" („Schwur-statt") heißt, theils in dem aus den ältesten Zeiten stammendenOpfer, welches man vor dem Theseusfeste den Amazonen bringt.Auch die Megareer zeigen in ihrer Stadt eine Amazonengrabstätte,— an dem Wege vom Markt nach dem sogenannten Rhus, —da, wo der sogenannte Rautenplatz *) ist. Ferner sollen auch beiChäronea**) mehrere gestorben und neben dem Flüßchen, welchesvor Alters vermuthlich Hermodon und jetzt Hämon heißt, begrabensein, — worüber das Nähere sich in der Biographie des Demo-sthenes findet. Endlich ist es entschieden, daß die Amazonen auchThessalien nicht ohne Schwierigkeit durchzogen haben; denn man
*) Wahrscheinlich von der Figur des Platzes, der ein Rhomboid barstellte.
**) Chäronea in Vöotien, Plutarchs Vaterstadt.