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Cap. 8.
Das Erste war, daß er im Gebiete von Epidaurus denPeriphetes, der eine Keule als Waffe führte und daher der„Keulenmann" genannt wurde, im Kampfe erschlug, als derselbehandgreiflich gegen ihn wurde, um ihn am Weiterziehen zu hin-dern. Voll Freude über die Keule, die er erobert, machte er siealsbald zu seiner eigenen Waffe, die er zeitlebens führte, wieHerkules das Löwenfell. Letzteres mar auf den Schultern seinesTrägers ein sichtbarer Beweis von der Größe des Unthiers, daser überwältigt hatte; ebenso konnte Theseus mit seiner KeuleEtwas aufweisen, das zwar von ihm überwunden, aber mitihm unüberwindlich war.
Auf dem Isthmus ließ er sodann den sogenannten „Fichten-beuger" Sinnis ') auf die gleiche Art sterben, wie dieser selbstviele Menschen umgebracht hatte. Theseus hatte sich für einesolche Procedur weder durch Einübung, noch durch Gewohnheitbefähigt, lieferte jedoch den Beweis, daß natürliches Geschick überalle Kunst und Uebung geht.
Nun hatte Sinnis eine sehr schöne und große Tochter, Na-mens Perigune. Diese war nach der Tödtung ihres Vatersentflohen, wurde aber von TheseuS allenthalben ausgesucht. Siewar an einen abgelögenen Ort gekommen, wo sich vieles wildeGesträuch, mächtiges Blätterwerk und Pflanzendickicht befand.In aller Unschuld und Kinderweise flehte sie nun dieselben an, wiewenn sie das verstehen könnten, und schwur dabei aufs heiligste:„wenn die Büsche sie retten und verstecken würden, so wolle siedenselben niemals Schaden zufügcn, oder sie verbrennen." AlsTheseus sie hervorrief und ihr das Versprechen gab, auf's bestefür sie zu sorgen und ihr nichts Böses anzuthun, kam sie aus
i) Sinnis beugte zwei hohe Fichten herunter, befestigte seinen Gefangenen an jedeund ließ die Bäume dann zuriickschnellen, wodurch der Angebundene zerrissen wurde.Pausanias (Beschreibung Griechenlands II, >1 will noch eine dieser Fichten ge-sehen haben.