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18 (1866) Theseus und Valerius Publicola
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und hörte mit Begeisterung die Erzählungen von seiner Riesen-stärke an, besonders aus dem Munde von Solchen, die ihn ge-sehen hatten und selbst Zeugen seiner Reden und Thaten gewesenwaren. Und damals besonders dieß war unverkennbarempfand er vollständig das Gleiche, was Jahrhunderte späterThemistokles empfunden und ausgesprochen hat:daß ihn dieTrophäen des Miltiades nicht schlafen lassen!" Ebenso wirktein Theseus die Bewunderung von Herkules' Heldenthaten. Inder Nacht waren sie der Gegenstand seiner Träume und währenddes Tags trieb ihn der Eifer, seinem Vorbild ähnlich zn werden,hinaus und stachelte ihn zu dem Vorsatz an, die gleichen Thatenzu verrichten.

Cap. 7.

Dazu kam, daß auch die Familien beider Helden verwandtwaren, indem sie beide von Geschwisterkindern abstammten. Aethrawar des Pitthens, Alkmene der Lysidike Tochter; Lysidikeund Pitthens aber waren Geschwister, als Kinder der Hippo-damia und des Pelops. Deßwegen erschien es ihm peinlich undunerträglich, daß Herkules nach den Uebelthütern allerorten aus-zog, um Land und Meer von ihnen zn säubern, während er selbstjedem so nahe sich anbietenden Kampfe entlaufen und zur Schandedes Mannes, der bei ihm und Andern als sein Vater galt, aufeiner Flucht über das Meer hinüberfahren, während er fernerdie Erkennungszeichen, Sandalen und Schwert, in der That ohneeinen Blutstropfen darauf überbringen und nicht alsbald durchwackere Thaten und Handlungen den Stempel seiner edlen Ge-burt unverkennbar Nachweisen sollte! Mit diesem Geiste, diesenGedanken brach er ans, entschlossen, Niemand ein Unrecht anzu-thun, aber auch Jeden, der zuerst gegen ihn Gewalt brauche,nachdrücklich zu züchtigen.