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stände der Furcht, weil man seine bedeutende Geltung bei denSoldtruppen wahrnahm. Oft hörte man nun Aeußerungen, wiefolgende: „er sei ein Löwe, der sich hier unter den Schafen um-trcibe." Denn in der That — einen solchen Charakter zeigte erauch im Palastc, wo er ohne Scheu die Augen umherlaufen ließund alle Vorgänge beobachtete.
Cap. 34.
Um Schiffe und Truppen zu bitten, hatte er aufgcgcben.Als er jedoch erfuhr, daß Antigonus gestorben, die Achäer in einenKrieg mit den Aetolicrn verwickelt seien und die Lage der Dingeseine persönliche Anwesenheit aufs Dringendste verlange, weil derPeloponnes sich in voller Verwirrung und Zersplitterung befinde:so verlangte er zwar, ganz allein mit seinen Freunden abgesandtzu werden, aber er fand nichts, als taube Ohren. Der Könighörte ohnehin nicht auf ihn, sondern beschränkte sich auf Harem,Schmausereien und Saufereien. Der Mann aber, welcher Allesleitete und einleitcte, Sosibius, hegte die Ansicht: „daß Kleomcncs,wenn er unfreiwillig bleiben müßte, schwer zu behandeln und sehrzu fürchten sein würde; entlasse man ihn aber, so sei er zu kühn,— ein zu unternehmender Mann, der überdies das Königreich inseinem krankhaften Zustande mit Wohlgefallen gesehen habe." Dennauch Geschenke vermochten nicht, einen Kleomenes freundlicher zustimmen. Es war, wie bei dem Stier Apis, der im Ueberflußseine Tage hinbringt und scheinbar das üppigste Wohlleben führt,dabei aber dennoch sich nach einem ihm natürlichen Leben sehnt,wobei er frei umhcrlaufcn und Sprünge machen darf; man merktihm die innere Unbehaglichkeit deutlich an, trotz aller Wartungunter den Händen der Priester. Ebenso konnte keine erwieseneZärtlichkeit den Kleomenes befriedigen;
— „o nein, cs zehrt' ihm im Herzen"
wie dein Achilleus,
„Dort zu bleiben, — und sehnte sich doch nach des Kampfes Getümmel!" »)
') Vgl. Homer U. I, LSI f.