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Cap. 35.
So standen seine Verhältnisse, als der Messenier Nikagorasnach Alexandrien kam, — ein Mann, der den Kleomencs haßte,wiewohl er sich als dessen Freund gebärdete. Er hatte einmalein schönes Landgut an Kleomencs verkauft und hatte — ver-muthlich wegen Geschäftsüberladnng und kriegerischer Abhaltungen
— das Geld dafür nicht bekommen.
Diesen Mann also bemerkte jetzt Kleomencs, und zwar so-gleich beim Aussteigen ans seinem Handelsschiff; denn zufälligging er gerade am Rand des Hafens spazieren. Er grüßte ihnfreundlich und fragte: „was für ein Grund ihn nach Aegyptenführe?" Nikagoras, der den Gruß höflich erwiderte, gab ihm dieAuskunft: „er bringe schöne Pferde für den König, — Streit-rosse!" Da lachte Kleomencs und sagte: „ei, da solltest du ehermit Harfenspielerinnen *) und geilen Buben kommen! Das ist jetztdie Hauptpassion bei dem König!" Auf dies verzog Nikagorasnur den Mund zu einem Lächeln; aber wenige Tage nachher er-innerte er den Kleomencs an das Landgut und sprach den Wunschaus: „wenigstens jetzt den Werthbetrag in Empfang zu nehmen;
— er würde ihn nicht belästigen, wenn er nicht bei dem Verkaufseiner Ladung einen ziemlichen Verlust hätte." Kleomencs erklärtedarauf: „daß ihm von allen empfangenen Geschenken nichts mehrübrig geblieben sei," worüber Nikagoras sich dergestalt ärgerte,daß er dem Sosibius den spöttischen Witz des Kleomencs hintcr-brachte.
Letzterer nahm Wohl auch die Sache mit Freuden an; dochsuchte er noch eine bedeutendere Schuld, um den König aufzuhetzcn.Er veranlasse daher den Nikagoras, einen Brief zum Nachtheildes Kleomcnes zu schreiben und dann zu hinterlassen, worausdessen Entschluß hervorgehe: „im Fall er Kriegsschiffe und Sol-daten vom Könige bekomme, mit diesen Kyrene wegznnehmcn."
») Wir habe» hier freilich dem antiken Instrument ein modernes unterschoben —und zwar «egen des häufigen RenoinmöS derer, die cs betreiben.