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Cap. 32.
Kleomenes dagegen segelte jetzt von Aegiala ab und landetein Afrika, wo er unter Begleitung der königlichen Diener nachAlexandrien kam.
Er wurde dem Ptolcmäus vorgestellt und anfänglich vondiesem mit einer gewissen allgemeinen Freundlichkeit und Herab-lassung behandelt. Bald jedoch gab er Proben seiner geistigenBefähigung und zeigte sich als einen Mann von hohem Verstände.Auch im täglichen Verkehr mit dem Könige war sein schlichtes,spartanisches Wesen mit der Anmuth einer feineren Bildung ver-bunden. Nirgends machte er seinem hohen Stande Anehre; nieließ er sich von seinem Schicksal niedcrbeugen.
Deßwegcn erschien er jetzt als ein Mann, der mehr Zutrauenverdiente, als alle Andern, deren Schmeichelworte sich nur nachdem Wohlgefallen des Fürsten richteten. Ptolcmäus empfand inhohem Grade ein Gefühl von Scham und Reue über die bisherigeVernachlässigung einer solchen Persönlichkeit und deren Preisgcbungan Antigonus, welcher dadurch ebensosehr an Ruhm, als an Machtgewachsen war. Er suchte daher den Kleomenes durch Auszeich-nungen und Freundlichkeiten wieder zu gewinnen. Ja, er er-mnthigte ihn sogar durch die Versicherung, ihn mit Schiffen undGeld nach Griechenland schicken und wieder in sein Königreichcinsetzen zu wollen. Auch bewilligte er ihm znm Unterhalt eineSumme von vierundzwanzig Talenten auf jedes Jahr. Hievonbestritt Kleomenes die nöthigcn Ausgaben für sich und seine Freundein sparsamer, vernünftiger Weise, während er den größten Theilauf liebevolle Unterstützung von Solchen verwendete, die sich ausGriechenland nach Aegypten hatten flüchten müssen.
Cap. 33.
Allein nun starb der ältere Ptolcmäus, che er dem Kleo-mcncs sein Versprechen der Rücksendung erfüllt hatte. Und dajetzt die Regierung alsbald in die tiefste Schwelgerei, Trunken-boldswirthschaft und Weiberherrschaft verfiel, so wurden auch dieAngelegenheiten des Kleomenes vernachlässigt.