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16 (1880) Agis und Kleomenes
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etwas zersprengte. In den Schulen*) konnte man hören, daßein lauter Freudenruf, den er nach dem Siege ausstieß: „o schönerTag!" ihm einen Blntsturz zugezogen habe; ein anhaltendesFieber gesellte sich dazu und machte seinem Leben ein Ende. So-viel von Antigonus.

Cap. 31.

Klcomenes nahm bei seiner Abfahrt von Kythcra seine Rich-tung nach einer anderen Insel, Aegialia. Von hier beabsichtigteer, nach Kyrene übcrzuschen, als einer seiner Freunde, Therykion,ein Mann, der bei allen Handlungen einen hohen Geist gezeigthatte, dabei aber in seinen Worten stets hochtrabend und ruhm-rednerisch gewesen war, ihm unter vier Augen etwa folgende Vor-stellungen machte.

„Den schönsten Tod," sagte er, „den Tod in der Schlachthaben wir uns entgehen lassen. Und doch haben uns Alle sagenhören: Antigonus werde nur über die Leiche des Spartanerkönigshinschreiten dürfen. Aber ein anderer Tod, an Heldenehre derzweite, bleibt uns noch übrig. Wohin segeln wir in unserem Un-verstände? Wollen wir dem Unglück entfliehen, das uns naheist, — wollen wir ihm nachjagen in weiter Ferne? Wenn eskeine Schande ist, daß Herakles' Enkel den Nachkommen einesPhilippus und Alexander dienstbar werden, so können wir unseine weite Fahrt ersparen. Wir dürfen uns nur an Antigonusübergeben, der vcrmnthlich eben so hoch über Ptolemäus steht,als über den Acgyptern Makedoncr. Achten wir's aber unterunserer Würde, Solchen zu dienen, von denen wir mit den Waffenbesiegt sind — warum machen wir denn einen Menschen, dergar nicht gesiegt hat, zum Gebieter über uns? Etwa, daß wirvor der Welt dastehen — schlechter — nicht nur, als Einer, son-dern als Zwei? Denn vor Antigonus fliehen wir; dem Ptole-mäus schmeicheln wir! Oder wollen wir sagen, daß wir deiner

»> In den „Schulen", d. h. höheren Lehranstalten wurden auch geschichtlicheVorträge gehalten.