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16 (1880) Agis und Kleomenes
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Wie er sah, daß die Frauen den mit ihm entronnenenKriegern zuliefen, ihnen die Waffen abnahmcn und zu trinkenbrachten, da begab er sich Wohl auch in seine Wohnung. DasMädchen, welches er hatte, — eine Freigeborcne aus Megalopolis,die er nach dem Tode seiner Gattin annahm, -—- eilte, wie ge-wöhnlich, auf ihn zu und wollte ihm eine Erquickung reichen,weil er aus dem Feldzug zurückkam. Aber trotz allem Durstekonnte er sich nicht entschließen, zu trinken, trotz aller Müdigkeitnicht, sich niederzusetzen. Wie er gerade war, in voller Rüstung,stützte er die Hand seitwärts 'an eine Säule und legte das Ge-sicht auf den Arm. In dieser Stellung ruhte er sich einige Augen-blicke aus, durchlief in Gedanken rasch alle möglichen Pläne undeilte sodann mit seinen Freunden nach Gythium. Dort bestiegensie einige für eben diesen Zweck bereit stehende Fahrzeuge undsegelten ab.

Cap. 30.

Antigonus brauchte nur heranzukommen, um sogleich dieStadt cinzunehmen. Doch behandelte er die Lakedämonier freundlich.Die Würde Sparta's wurde durch keinerlei Beschimpfung oderUebermuth gekränkt; vielmehr gab er den Spartanern sogleich ihreGesetze und ihre Verfassung zurück, opferte den Göttern und zogdann am dritten Tage wieder zurück, weil ihm die Nachricht zu-kam, daß in Makedonien ein starker Krieg ausgebrochen sei unddas Land von den Barbaren verwüstet werde.

Bereits hatte ihn auch seine letzte Krankheit mit Macht be-fallen und war in eine heftige Schwindsucht mit anhaltendemBluthusten ausgeartet. Dennoch verlor er den Muth nicht, son-dern dauerte die Kämpfe in seiner Heimat noch mit solcher Kraftaus, daß er zuvor erst einen glänzenden Sieg erfocht und einfurchtbares Blutvergießen unter den Feinden anrichtete, ehe er umso ruhmvoller starb. Und zwar starb er, — wie es an sich wahr-scheinlich ist und namentlich auch von Phylarchus berichtet wird, —;ndem er sich eben durch das laute Schreien im Kampfe innerlich