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16 (1880) Agis und Kleomenes
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nannte „Kryptcia" *) gesetzt war; diesem befahl er, zu sehen undzu suchen, wie es im Rücken und auf beiden Flanken der Schlacht-ordnung stehe. Damotcles erwiderte ihm: — (denn er war, wiebehauptet wird, schon früher von Antigonus bestochen worden) —„er solle ganz ruhig sein! Alles stehe gut! Er solle seine Auf-merksamkeit nur auf den Angriff in der Front richten und dortsich vertheidigen!" Kleomenes glaubte ihm und rückte gegen Au-tigonus vor. Durch den nachdrucksvollen Anprall der Spartanerin seiner Umgebung drängte er die makedonische Phalanr aus ihrerStellung, so daß diese sich etwa fünf Stadien weit zurückzog undKleomenes mit Heftigkeit und überlegener Gewalt ihr folgte.

Aber bald wurde auf der andern Seite die Abtheilung desEukleidas umringt. Er machte Halt, und als er die Gefahr ver-nahm, rief er: „Dn bist verloren, theurer Bruder, du bist ver-loren! Aber du bist ein Held, — das Vorbild für Sparta'sJugend und der Preisgesang der Frauen!"

So wurde denn Eukleidas mit seinen Truppen niedergcmacht.Dort Meister geworden, stürmten jetzt die Feinde heran, und alsKleomenes seine Soldaten voll Bestürzung sah, ohne den Muthzu längerem Widerstande zu besitzen, suchte er sich selbst zu retten.Auch von den Micthtruppcn sollen viele gefallen sein, — vonden Lakedämouiern alle, bis auf zweihundert Mann. Es warensechstausend gewesen!

Cap. 29.

Bei seiner Ankunft in Sparta gab er den Bürgern, welcheihm cntgcgcngingcn, den Rath, dem Antigonus die Thore zu öffnen.„Er selbst -—- erklärte er — werde im Leben wie im Tode stetsnur das Interesse Sparta's zur Richtschnur seines Handelnsnehmen."

*) „Krypteia" bestand, wie schon der Name andentet, darin, daß die jungenLeute unter mancherlei Unbequemlichkeiten sich selbst ihre Nahrung verschaffen mußten,indem sie auf den Bergen herumirrten und mit List das Nöthigste holten, ohne vonJemand gesehen zu werden. Die Übersetzung mit Einem geeigneten Worte wirdwohl unmöglich sein. — Andere denken an den Befehlshaber der Reserve.

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