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so würde er ohne Zweifel abgezogen sein nnd hätte den Achäernohne Umstände Lebewohl! gesagt. Allein das Schicksal pflegt oftdie wichtigsten Entscheidungen durch eine Kleinigkeit herbcizuführen;auch hier zeigte cs die Wichtigkeit und die Kraft eines Augenblicks.Die Schlacht bei Scllafia war bereits geliefert, Kleomcnes hatteHeer und Stadt bereits verloren, als im nächsten Moment dieBoten cintrafen, welche den Antigonns zurückberiefen, — ein Um-stand, der das Mißgeschick des Kteomcnes noch viel bedauerlichermachte. Er durfte nur zwei Tage lang noch die Sache Hinhaltenund dem Kampfe auswcichen, — dann bedurfte cs für ihn garkeines Kampfes mehr; er konnte unter Bedingungen, wie sie ihmselbst beliebten, mit Achaia Frieden schließen; die Makedonier warenabgezogen. Aber jetzt, wie gesagt, zwang ihn der Geldmangel,Alles auf Entscheidung der Waffen zu sehen und mit bloß zwan-zigtausend Mann, nach Polyb's Angabe, gegen dreißigtauscudFeinde in Schlachtordnung zu treten.
Cap. 28 .
Im Kampfe zeigte er sich selbst als einen bewunderungs-würdigen Feldherrn. Auch seine Mitbürger fochten unter ihmmit außerordentlichem Muthe, wie denn sogar die Tapferkeit derfremden Söldner keinem Tadel unterlag. Allein durch die Artder feindlichen Ausrüstung und die Wucht der schwerbewaffnetenPhalanx wurde er dennoch aus seiner Stellung gedrängt.
Phylarchus behauptet, daß auch eine Vcrräthcrci stattgefundcnund diese hauptsächlich für Kleomenes die Sache verderbt habe.Antigonus hatte (nach der Angabe dieses Schriftstellers) den Illy-riern nnd Akarnanicrn Befehl crtheilt, in einem weiten Bogen deneinen Flügel zu umgehen, auf welchem Kleomenes' Bruder, Euklei-das, stand; hierauf ordnete er seine übrigen Truppen zur Schlacht.Von einem hohen Punkte aus recognoscirte nun Kleomenes. Daer jedoch nirgends die Waffen der Illyrier und Akarnanier er-blickte, so fürchtete er, daß Antigonus sie eben zu einem solchenPlane möchte verwendet haben.
Er ließ daher den Damoteles berufen, der über die söge-