Armee auch sämmtliche Peloponnesier und die subsidiarische Hülfeeines Königs zu bekämpfen, dabei nicht nur Lakonien unangetastetzu erhalten, sondern auch dem gegnerischen Gebiete wesentlichenSchaden zu thun und eine Anzahl bedeutender Städte einzunehmen:das konnte man doch nicht als das Werk einer alltäglichen Tüch-tigkeit und Geisteskraft betrachten.
Cap. 27.
Indessen — wer zuerst das Geld den nsrvus rornm ge-nannt hat, der hat es wohl hauptsächlich beim Blick auf die Ver-hältnisse des Kriegs gethan. Als die Athener einmal den Befehlcrtheilten, die Kriegsschiffe in See zu bringen und zu bemannen,während sie übrigens kein Geld hatten, sagte Demades bei diesemAnlaß in ähnlicher Weise: ,,ch' man Brod backt, muß man denTeig kneten!" So erzählt man ferner von dem alten Archidamusgegen den Anfang des peloponnesischen Kriegs etwas Aehnliches;als die Bundesgenossen von ihm die genaue Bestimmung der ein-zelnen Beiträge verlangten, sagte er: „der Krieg frißt nicht nachRationen." Gerade wie Athleten, welche sich tüchtig cingeübthaben, selbst auch einen gewandten, kunstfertigen Gegner durch ihreAusdauer endlich abmatten und Niederkämpfen: ebenso handelteAntigonus. Während er selbst aus seinen reichen Hülfsquellenstets neue Kräfte für den Krieg zu schöpfen vermochte, brachte erden Kleomencs zur Ermüdung und zum Unterliegen im Kampfe,weil dieser nur knapp und mühsam den Sold für die Micthtruppenund den Proviant für seine Mitbürger aufzutrcibeu im Stande war.
Frcillch — in allen anderen Stücken wirkte die Zeit zuGunsten des Klcomenes, weil die Angelegenheiten seiner Heinrathden Antigonus zum Aufbruch veranlaßten. Denn während seinerAbwesenheit erlitt Makedonien ringsum Angriffe und Einfälle vonseinen barbarischen Nachbarn, und eben jetzt war ein starkes Heervon Illyriern im Norden eingedrungen, durch dessen Verheerungensich die Makedonier veranlaßt sahen, nach Antigonus zu schicken.
Nur wenig fehlte, so wäre dieses Schreiben gerade noch vorder Schlacht in seine Hände gelangt. Wäre cs ihm zugekommen,Plutarch. XVI. 5