an die Stadtmauern vor, bot dem Feinde Trotz und verwüsteteAlles, — worauf er sich unangefochten wieder zurückzvg.
Cap. 26 .
Bald darauf vernahm er, daß Antigonus wieder gegenTcgca vorwärts marschire, um von dort aus einen Einfall inLakonien zu machen. Schnell ließ er seine Soldaten ausbrcchcn,zog auf anderen Wegen au dem Gegner vorüber und erschienmit Tagesanbruch abermals vor der Stadt Argos. Das flacheLand wurde verheert, das Getreide jedoch nicht, wie sonst gewöhnlich,mit Sicheln und Säbeln abgchauen, sondern mit groben Holz-stückcn, die in Form eines großen Schwerts ausgcarbeitct waren,abgeschlagen, als ob die Leute nur zum Scherze, beim Marschiren,ohne die geringste Bemühung, Alles zertrümmerten und auch dasGetreide vernichteten.
Als sie jedoch bei dem Gymnasium KyllarabiS ankamen undbereits Hand anlegtcn, um dasselbe in Brand zu stecken, duldetecr's nicht — eine Andeutung davon, daß er auch sein Verfahrengegen Megalopolis mehr als eine Handlung der Leidenschaft, dennals eine schone Handlung, ansah. Antigonus kehrte nun zuerstohne Verzug nach Argos zurück. Als er sodann die Berge undhervorragenden Punkte insgesammt zur Deckung besetzen ließ, sonahm Kleomeues hicgcgen die Miene einer verächtlichen Gleich-gültigkeit an und schickte Herolde an ihn, durch welche er dieSchlüssel zum Hcratempel zu erhalten wünschte, „um vor seinemAbmarsch der Göttin noch ein Opfer darzubringcn." Nach diesenAcußerungcu eines ironischen Spottes opferte er wirklich der Göt-tin vor den Thoren des verschlossenen Tempels, worauf er seineArmee nach Phlius abführte. Hierauf verjagte er die Besatzungvon Oligyrtos und marschirte dann ab, an Orchomenos vorüber.
Durch alles dies hatte er nicht nur seinen Mitbürgern einhohes,' muthigcs Selbstbewusstsein cingeflößt, sondern sich auch beiden Feinden in den Ruf eines tüchtigen Feldherrn gesetzt, der seinebedeutende Stellung verdiene. Denn mit den Truppen einer ein-zigen Stadt auszurücken und mit diesen neben der makedonischen