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Plutarch, KleomencS.
Kleomenes rückte ihm bei Palla'ntium entgegen und wünschteeine Schlacht. Allein Aratus fürchtete seine Kühnheit undduldete daher kein Wagnis bei seinem Feldherrn, sondernentfernte sich wieder, geschmäht von den Achäern, verhöhnt undverachtet von den Lakedämoniern, deren Anzahl nicht einmalfünftausend Mann betrug.
Dadurch wurde das Selbstbewußtsein des Kleomenes unge-mein gehoben, der sich nun laut vor seinen Mitbürgern rühmteund sie dabei an die Äußerung eines alten Königs erinnerte:„daß die Lakedämonier diesmal hinsichtlich ihrer Feinde um-sonst fragten, — nicht wie viel, sondern wo sie seien".
Fünftes Kapitel.
Hierauf zog er den Ele'ern, die von den Achäern ange-griffen wurden, zu Hilfe. Letztere waren bereits im Abzügebegriffen, als er bei Lykä'on sie überfiel, ihr ganzes Heer indie Flucht schlug und zersprengte, wie auch eine große Anzahlniedermachte oder gefangen nahm, so daß sich in Griechenlandsogar das Gerücht verbreitete, Aratus selbst sei gefallen.
Allein Aratus wußte den günstigen Augenblick vortrefflichzu benutzen, indem er unmittelbar nach jener verlorenenSchlacht vor Mantine'a rückte und diese Stadt, in welcher ihnniemand erwartet hatte, sogleich wegnahm und besetzt hielt.
Dadurch sank den Spartanern ihr Mut wieder vollständig,und sie legten dem Kleomenes wegen aller weiteren FeldzügeHindernisse in den Weg. Deswegen beeilte er sich, den Bruderdes Agis, Archida'mos, der von dem anderen regierenden Hause einThronrecht besaß, aus Messenien herbeizurufen, weil er glaubte,daß die amtliche Gewalt der Ephoren ihre Schneide verlierenwürde,sobald das Königtum wieder ins rechte Gleichgewicht und in denBesitz seiner vollen Macht gelangte. Die Ephoren aber, welchefrüher den Agis umgebracht hatten, merkten diese Absicht, und dasie befürchteten, nach der Rückkehr des Archidamos für ihr Ver-gehen bestraft zu werden, so empfingen sie ihn zwar, als er heim-