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16 (1880) Agis und Kleomenes
Entstehung
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Sechstes Kapitel.

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lich in der Stadt ankam, und beteiligten sich sogar an seinemEinzuge, dann aber ließen sie ihn sogleich umbringen, sei es nun,daß dies wider den Willen des Kleomenes geschah, wie Phyla'rchusmeint, oder daß Kleomenes auf das dringende Zureden seinerFreunde ihnen diesen Mann preisgegeben hatte; denn der größteTeil der Schuld fiel jedenfalls auf sie, indem man bei Kleo-menes einen Zwang annahm, dem er unterlag.

Sechstes Kapitel.

Indessen war er entschlossen, alsbald die Verhältnisse in derStadt umzugestalten. Deswegen bewog er die Ephoren durchGeldschenkungen,daßsieihmeinenneuenFeldzugdekretierensollten.Er suchte auch noch viele andere Personen zu gewinnen, und zwardurch seine Mutter Kratesikle'a, die ihn reichlich mit ihren Mittelnunterstützte und seinen Ehrgeiz teilte. Ja, sie ging so weit, daßsie, ohne selbst nach einer neuen ehelichen Verbindung lüstern zusein, dennoch um ihres Sohnes willen sich abermals an einenhöchst angesehenen und einflußreichen Bürger verheiratete.

Ausgerückt mit seiner Armee, nahm Kleomenes in dem Ge-biete von Megalo'polis zunächst das befestigte Leu'ktra weg. Alsdaher die Achäer in größter Eile unter Aratus gegen ihn heran-zogen, stellte er sich unmittelbar vor der Stadt in Schlachtordnungauf, erlitt jedoch mit einem Teile seiner Truppen eine Niederlage.

Aratus duldete nun aber den Übergang der Achäer übereine dort befindliche tiefe Schlucht nicht, sondern gebot der Ver-folgung Halt. Im Unwillen hierüber ließ Lydi'adas aus Me-galopolis seine Reiter ansprengen, geriet aber bei dieser Ver-folgung in ein Gelände voll von Weinbergen, Gräben undMauern. Seine Linien wurden auseinandergerissen und er er-litt bedeutende Verluste.

Kaum bemerkte dies Kleomenes, als er die Tarenti'ner undKreter gegen ihn anrücken ließ, von welchen Lpdiadas nach einerheldenmütigen Gegenwehr niedergemacht wurde.

Durch diesen Vorfall bekamen die Lakedämonier neuen Mut.