Viertes Kapitel.
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Viertes Kapitel.
Infolge hiervon schickten die Ephoren den Kleomenes zuerstab, um den Tempel der Athe'ne bei Belbi'na* zu besetzen.Dieser Punkt ist ein Paß nach Lakonien, und gerade damalsstritt man sich um denselben mit Megalo'polis.
Kleomenes besetzte und befestigte ihn, ohne daß Aratusirgend welche Einwendungen erhob; wohl aber rückte der letzterewährend der Nacht mit Truppen aus, um einen Angriff aufTe'gea und Orcho'menos zu machen. Als jedoch die gedungenenVerräter den nötigen Mut zur Ausführung verloren, zog sichAratus wieder zurück, in der Meinung, unbemerkt geblieben zusein. Aber Kleomenes schrieb ihm einige ironische Zeilen, woriner sich bei ihm als seinem Freunde erkundigte: „wohin er dennnachts habe gehen wollen?" Aratus erwiderte, er habe gehört,daß Kleomenes die Absicht hege, Belbina zu befestigen; derZweck seines Kommens sei also gewesen, dies zu verhindern.Jetzt schrieb ihm Kleomenes nochmals: „er sei von der Wahr-heit dieser Angabe überzeugt; aber", setzte er hinzu, „wenndir's nichts ausmacht, so laß mich doch auch wissen, warum soviele Fackeln und Leitern mitgegangen sind?" Als Aratusüber diesen Spott lachte und sich bei diesem Anlaß näher nachdem Charakter des jungen Mannes erkundigte, so sagte ihmder verbannte Lakedämonier Damockrates: „Wenn du etwasthun willst gegen Lakedämon, so beeile dich, ehe dem jungenHahn die Sporen wachsen."
Bald darauf erhielt Kleomenes, der mit einigen wenigenReitern und dreihundert Mann Fußvolk in Arkadien lagerte, vonseiten der Ephoren, welche sich vor dem Kriege fürchteten, den Be-fehl zum Rückzug. Er zog sich wirklich zurück; als aber nun AratusKa'phyä wegnahm, ließ man den Kleomenes abermals ausrücken.Er nahm Methy'drion weg und machte einen raschen Einfall inA'rgolis, weshalb nun die Achäer mit zwanzigtausend Mann Fuß-volk und tausend Reitern unter Aristomachos ins Feld zogen.
I. Belbina, Stadt auf dem Wege von Megalo'polis nach Sparta.