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Plutarch, Achs.
einen König verachtete er vollständig; bei Agis dagegen wünschteer den Schein hervorzurusen, als ob er ihn mehr wegen seinerVerwandtschaft, als wegen seiner königlichen Würde noch einiger-maßen in Ehren hielte. Auch ließ er das Gerücht aussprengcn,daß er nochmals das Ephorat übernehmen würde.
Deshalb mußten sich also seine Feinde um so schneller vondieser Gefahr befreien. Sie vereinigten sich und führten inoffenster Weise von Te'gea aus den Leonidas in das Regimentzurück, was denn auch von der Masse des Volkes nur mit Ver-gnügen gesehen wurde. Denn dieses war erbittert über die er-littene Täuschung, indem man die Verteilung des Landes unter-lassen hatte.
Freilich wurde nun Agesilaus selbst durch seinen Sohn Hip-po'mcdon, welcher bei den Bürgern eine Fürbitte einlegte undwegen seiner Tapferkeit allgemein beliebt war, glücklich und wohl-behalten zur Stadt hinausgebracht. Von den beiden Königennahm Agis seine Zuflucht in den Tempel der Athene „Chalkiö'-kos"tz während Kleombrotus in dem Posei'dontempel Schutzsuchte. Denn gegen diesen war Leonidas, wie man glaubte,noch mehr erbittert und zog daher mit Soldaten gegen ihnheran, während er den Agis unbeachtet ließ. Er machte demKleombrotus leidenschaftliche Vorwürfe darüber, daß derselbe, alssein Schwiegersohn, so schlimme Plane gegen ihn geschmiedet, ihnvom Throne gestoßen und aus der Heimat vertrieben Hütte.
Siebzehntes Kapitel.
Kleombrotus vermochte nichts hierauf zu erwidern. Ingrößter Verlegenheit saß er da und schwieg. Chilo'nis aber, dieTochter des Leonidas, hatte zwar früher, als ihr Vater übelbehandelt wurde, diese Behandlung mit ihm getragen, ja sogar,als Kleombrotus den Thron an sich riß, sich von ihrem Gattengetrennt, um sich an ihren Vater im Unglück anzuschließen; solange er in Sparta war, hatte sie mit ihm sich in den Tempel
1. Vom ehernen Hause, s. Kap. 11 z. E.