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16 (1880) Agis und Kleomenes
Entstehung
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Sechzehntes Kapitel.

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größte Willigkeit und einen hohen Mut, der jedoch von Toll-kühnheit und unüberlegtem Wesen weit entfernt war. Seineeigene Ansicht, erklärte er, gehe auf eine entscheidende Schlacht,wobei man den Krieg nicht erst in das Innere hereinkommenlasse, indem man die Pässe in den Peloponnes preis gebe. Je-doch werde er nur nach den Ansichten des Aratus handeln.Dieser sei der ältere und zugleich der oberste Feldherr derAchäer. Er selbst sei nicht gekommen, um den Achäern Vor-schriften zu machen oder die Führung zu übernehmen, sondernnur, um mit ihnen und für sie zu fechten!

Allerdings berichtet Ba'ton aus Sino'pe, daß Agis, trotzdes Befehls von Aratus, keine Lust zum Kampfe gezeigt habe.Er hatte nicht gelesen, was Aratus hierüber zu seiner eigenenVerteidigung geschrieben hat: daß er es nämlich für besser ge-halten, wenn die Feinde erst, nachdem fast alles Getreide vondem Landvolk bereits eingebracht war, in das Land eindrängen,als wenn er selbst eine gefahrvolle Schlacht wagen sollte, beider alles auf dem Spiele stand.

Nachdem also Aratus sich nicht zum Kampfe hatte ent-schließen können, entließ er auch seine Bundesgenossen mit Wor-ten der Anerkennung. Agis, den man allgemein bewunderte,brach wieder auf, während im Inneren von Sparta bereits vieleVerwirrung herrschte und manches sich verändert hatte.

Sechzehntes Kapitel.

Agesila'us war daselbst noch Ephore. Aber befreit vonallem, was ihn vorher niedergedrückt hatte, scheute er sich vorkeiner Ungerechtigkeit, sobald sie ihm Geld einbrachte. Er schobsogar, ohne daß damals der Zcitumlauf eine solche Maßregelverlangte, in vollem Widerspruch mit der gesetzlich bestimmtenZeitordnung einen dreizehnten Monat in das Steuerwescn einund betrieb danach die Zahlungen.

Da er jedoch die Beeinträchtigten fürchten mußte und vonjedermann gehaßt war, so hielt er sich Trabanten und begabsich nur unter ihrer Bedeckung in das Rcgierungsgebäude. Den