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16 (1880) Agis und Kleomenes
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Plutarch, AgiS.

Zwölftes Kapitel.

Indessen mußte Lpsander sein Regiment niederlegen, weilseine Zeit vorüber war. Die aufgestellten Ephoren ließen jetztden Leonidas aus seinem Asyl wieder hcrvortreten und hängteudagegen dem Lysander und Mandroklei'das einen Prozeß an,weil dieselben gegen das Gesetz die Abschaffung der Schuldenund eine Landverteiluug hätten beschließen lassen.

Von dieser Gefahr bedroht, suchten nun beide die Königezu bewegen, „daß sie fest zusammeustünden und sodann sich umalle Anträge der Ephoren nichts kümmern sollten. Diese Be-hörde empfange ihre Stärke nur aus dem Zwiste der Könige,indem sie den bessern Antrag mit ihrer Stimme unterstütze,wenn der eine König dem Staatsinteresse widerstrebe. Sobaldjedoch beide sich in ihren Absichten vereinigten, könne ihre amt-liche Vollmacht durch nichts aufgehoben werden, und die Ephorenwürden bei einen: Kampfe gegen die Könige ganz ungesetzlichhandeln. Nur wenn die Könige selbst sich bekämpfen, komme denEphoren das Recht der schiedsrichterlichen Entscheidung zu, währendihnen keine Einmengung gestattet sei beider Eintracht der Könige!"

So ließen sich denn beide überreden. Sie zogen mit ihrenAnhängern auf den Marktplatz, wo sie die Ephoren von ihrenStühlen vertrieben, um sodann andere an ihrer Stelle einzu-setzen. Darunter befand sich auch Agesila'us. Sodann riefen sieviele von der jungen Mannschaft unter die Waffen, entließendie Gefangenen aus dem Kerker und ließen ihre Gegner ernstlichbefürchten, daß sie eine große Anzahl umbringen würden.

Doch wurde niemand von ihnen getötet. Im Gegenteil,als Leonidas nach Te'gea zu entwischen suchte und nun Agesilausihn zu verderben trachtete, indem er Leute gegen ihn aussandte,um ihn unterwegs zu überfallen: so schickte Agis, der dies er-fuhr, andere vertraute Personen ab, welche den Leonidas inihre Mitte nahmen und sicher nach Te'gea geleiteten.