Dreizchntcs Kapitel.
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Dreizehntes Kapitel.
Soweit ging denn ihr Unternehmen seinen Gang weiterfort. Niemand trat ihm mit Hindernissen in den Weg, — alsplötzlich ein einziger Mann, Agesila'us, alles wieder umwarfund verdarb, indem er er den schönsten, echt lakonischen Ge-danken durch die schmählichste Pest, durch die Sucht nach Reich-tum, völlig zu Grunde richtete.
Er selbst besaß nämlich ganz ungemein viele und gute Län-dereien, war aber zugleich sehr mit Schulden belastet. Da ernun weder diese Schulden zu bezahlen vermochte, noch Lust hatte,seinen Güterbesiitz fahren zu lassen, so überredete er den Agis,daß doch die gleichzeitige Ausführung beider Pläne eine gar zugroße Neuerung für die Stadt abgeben müßte; wenn man da-gegen durch die Erlassung der Schulden zuerst den Begüterteneinen Gefallen erweise, so würden sie nachher ohne Schwierigkeitund in aller Ruhe auch die Verteilung sich gefallen lassen.
Dies leuchtete auch Lysander und seinem Anhang ein, welchegleichfalls von Agesilaus getäuscht wurden. Man brachte dieSchuldverschreibungen, die man „Kla'ria" nennt, auf den Marktzusammen, wo man sie alle aus einen Haufen warf und ver-brannte. Als die Flamme emporschlug, entfernten sich die rei-chen Gläubiger in tiefer Betrübnis; Agesilaus aber, um ihrergleichsam noch zu spotten, äußerte: „daß er in seinen: Leben nochkein helleres Licht und kein schöneres Feuer gesehen habe, alsdieses!"
Nun verlangte aber das niedere Volk auch eine sofortigeVerteilung des Landes, und wirklich befahlen die Könige, so zuthun. Agesilaus warf jedoch stets einige Hemmungen in den Wegund brachte allerhand Vorwände zu Tage, um die Sache zu ver-schleppen, bis Agis in den Fall kam, mit dem Heere auszurücken,weil die Achäer als Bundesgenossen in Sparta um Hilfe nach-suchten. Denn man erwartete einen Einfall der Äto'lier imPcloponne's und hierbei einen Durchmarsch über das megarischeGebiet. Um dies zu verhindern, sammelte der a'chäische Ober-